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Hüttentour durch die raue Landschaft der Silvretta

Dieses Jahr habe ich mir mehr als nur eine Wandertour vorgenommen – ab morgen steht eine 4tägige Hüttentour durch die raue Landschaft der Silvretta an. Nachdem leider die erste Hüttentour dieses Jahr (Heilbronner Weg bei Oberstdorf) mehr oder weniger dem Regen zum Opfer fiel, hoffe ich bei dem morgen beginnenden Ausflug auf besseres Wetter. Mit 3 Freunden geht es morgen auf in Richtung Ischgl … Vanessa hat diese Tour rausgesucht, netterweise auch größtenteils organisiert und die Hütten reserviert. DANKE dafür !

Animiert hat uns der Bericht von Andreas unter: http://derhuettenwanderer.de/touren_sued/silvretta.php  – wir haben also eine ganz ähnliche Tour geplant:

 

Tag 1: Anfahrt und Aufstieg zur Heidelberger Hütte

Schon die Anfahrt stellt uns vor eine erste Herausforderung. Da wir noch am ersten Tag zur Heidelberger Hütte aufsteigen wollen, müssten wir auch rechtzeitig in Ischgl starten. Wir haben geplant mit der Gondel bis zur Mittelstation zu fahren und von dort aus dann zu laufen. Da die Gondel aber nicht bis spät abends fährt und es ja auch ohnehin irgendwann dunkel wird, sollten wir gegen 15:00 Uhr in Ischgl sein und die Auffahrt zur Mittelstation machen. Von dort aus sollten es dann noch ca. 3 bis 4h Aufstieg zur Hütte sein. Auf der Heidelberger Hütte haben wir bereits zur Transalp-Überquerung letztes Jahr übernachtet (siehe Etappe 04: Zeinisjoch -> Heidelberger Hütte) und uns dort auch sehr wohl gefühlt. Hoffen wir mal, dass es wieder so sein wird.

Warum stellt uns die Anfahrt aber vor eine Herausforderung? Marcel ist in der Nähe von Freudentstadt und mit dem Auto unterwegs, Andreas kommt aus Hamburg mit dem Zug, Vanessa und ich haben Urlaub und kommen aus Mannheim mit dem Zug => zentraler Treffpunkt ist dann 13:00 Uhr in Lindau von wo aus es dann gemeinsam mit dem Auto nach Ischgl gehen sollte. Die Anfahrt aus drei unterschiedlichen Richtungen mit 3 unterschiedlichen Verkehrwegen/-mitteln bringt aber die Spannung mit sich, ob das wirklich alles so klappt. Es bleibt spannend … … Erfahre mehr

Tag 3: Kemptner Hütte – Oberstdorf – Mannheim

Unser Wanderwochenende bei Oberstdorf ist nun schon einige Tage her – dennoch möchte ich paar Worte zum dritten und letzten Tag hier schreiben.

Zumindest für mich war diese Nacht gefühlt recht lang … denn ich konnte durchschlafen *juhu*. Angeblich (ich bestreite es ja immer wieder) habe ich in der Nacht aber dafür im Matratzenlager mehrere Personen mit meinem Schnarchen wach gehalten. Wie gesagt, eigentlich schnarche ich ja gar nicht und warum bitte schön schreibe ich extra die Oropax auf die Packliste und dann werden sie daheim gelassen? Also nicht beschweren 😉

Die Nacht endete wie die Nacht davor: das Licht wurde zu unmenschlich früher Zeit zentral angeschaltet und nach und nach kam Leben ins Lager. Hatten sich anfangs noch alle bemüht möglichst leise zu sein, haben das die Meisten dann schon nach 10min wieder vergessen und sich in normaler Lautstärke unterhalten und Sachen gepackt. Aber wenn wir ehrlich sind haben wir uns auch nicht anders verhalten – schon gar nicht als wir mal wieder als die Letzten im Matratzenlager unser Bett versucht haben zu richten und nur mit nach einigen Unterhaltungen eingeschlafen sind. Morgens zählten wir auch an diesem Tag mal wieder zu denjenigen, die es nicht so eilig hatten … der frühe Vogel konnte uns auch heute wieder mal 😉 … Erfahre mehr

Sekunden des Schreckens

Zur Anfahrt unseres Wanderwochenendes (siehe auch „Anfahrt zum Wanderausflug nach Oberstdorf„) in der Nähe von Oberstdorf haben wir uns zunächst bei einem Kollegen in Rheinstetten (Nähe Karlsruhe) getroffen. Diana und ich sind zusammen mit dem Auto angereist. Da Diana leider etwas zu spät losgefahren ist, kamen wir auch etwas verspätet am Treffpunkt an. In der Einfahrt am Treffpunkt ereignete sich ein „Unfall“ den wir beide unterschiedlich erlebt und der uns beide in sehr unterschiedlicher Weise mental mitgenommen und über das gesamte Wochenende beschäftigt hat. Es folgt eine Darstellung der unterschiedlichen Wahrnehmungen dieser Sekunden des Schreckens 😉

Überreste einer toten Weinbergschnecke
Zu sehen sind hier nur noch die Überreste einer todgetrampelten Weinbergschnecke. Zum Leichenschmaus anwesend waren einige Artverwandte ...

 

Meine Version des Tathergangs

Wir sind aus dem Auto ausgestiegen und ich hatte nur noch eines im Sinn: Kaaafffeeeee ! Dementsprechend zielstrebig und blind bin ich in Richtung Klingel gelaufen. Da es zuvor geregnet hat, hat sich auch jede Menge Getier auf dem Gehwegen getummelt – so auch eine Weinbergschnecke. Diese habe ich leider nicht gesehen und bin mit meinen Wanderschuhen (übrigens sehr bequem und trittfest – sehr zu empfehlen) auf sie getreten. Gleichzeitig zum knacken des Hauses hörte ich von hinten den Aufschrei von Diana. Dumm gelaufen … der Kaffee hat aber super geschmeckt 😉

Diana Ihre Version des Tathergangs

Es passierte vor Anselms Haus, kurz nachdem wir mit dem Auto bei ihm in Rheinstetten ankamen. Auf dem Weg zur Haustüre war Tino gerade dabei mir etwas zu erzählen, als ich urplötzlich mit einer dramatischen Szene konfrontiert wurde: Eine Schnecke kreuzte ein bis zwei Meter weiter unseren Weg. Eine Millisekunde später hatte ich mir bereits ausgerechnet, dass Tino mit einem seiner nächsten Schritte genau auf dem unschuldigen und hilflosen Lebewesen landen könnte. Sofort kam der Beschützerinstinkt in mir auf und die Pupillen weiteten sich rapide, während ich all meine Kraft zusammennahm um ihn zu warnen und „Die Schnecke!“ auszurufen – keine Reaktion. Ich rief ein zweites Mal mit ansteigender Lautstärke und höherer Frequenz, aber erst beim dritten Warnruf wurde das akustische Signal von ihm vernommen und Tino drehte sich mit einem „Was?“ fragend zu mir um, jedoch ohne anzuhalten. Doch ehe ich nochmal schreien konnte, war das Desaster bereits mit einem krachenden Geräusch eingetreten und das Haus der Schnecke sowie sie selbst waren mit einem Schritt dem Erdboden gleichgemacht worden. Ich stand kurzzeitig unter Schock und wurde erst durch das schallende Gelächter von Tino wieder zurückgeholt. Unfassbar, wie man ein solches Malheur noch lustig finden kann! Ohnmächtig vor Trauer habe ich dann danach beim Frühstück wieder zum Kaffee gegriffen, obwohl ich mir das eigentlich schon länger abgewöhnt hatte. … Erfahre mehr

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