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Abkürzungen sind verdammt verlockend (Tag 06)

Nachdem mein mitreisendes Rentnerpärchen schon im Bett liegt und mir allein das Schreiben des Blogartikels für heute überlassen hat, werde ich dies natürlich gerne auch machen – aber auch versuchen mich kurz zu halten.

Heute war wohl mal wieder der Tag „wir-haben-Glück-mit-dem-Frühstück“ – denn es war wirklich sehr gut und umfangreich. Neben uns waren noch ca. 10 weitere Personen im B&B mit untergebracht, die alle mehr oder weniger pünktlich 9 Uhr auf das Frühstück warteten. Ob es für uns Deutsche mal wieder typisch war, dass wir – und nur wir – 2min früher anwesend waren? Neben uns 3 waren nämlich noch zwei weitere Deutsche im B&B und auch die waren bereits etwas früher und in jedem Fall pünktlich beim Essen …

Nachdem wir uns gut gestärkt hatten, ging es auch gleich los. Der Weg war als recht anspruchsvoll beschrieben und mit mehr als 20km sollte er dies auch sein. Hatten wir zu Beginn den Weg als sehr einfach beschrieben, waren es vor allem die vielen Steine auf dem Weg und das ständige Auf & Ab, was an den Kräften zehrte. Auch das Wetter setzte uns etwas zu. Es war verdammt warm und wie immer waren wir von der Kleidung her nicht wirklich perfekt darauf eingestellt – entweder war es zu warm oder dank Wind zu kalt. Im Laufe des Tages wurde es aber immer sonniger und wärmer und wir entschieden uns nach und nach für nur noch eine Schicht an Kleidung. Abends stellten wir auch alle an uns mehr oder weniger Sonnenbrand in Gesicht und Schultern fest.

Verpflegung hatten wir wie immer „gewichtsneutral“ dabei, d.h. so wenig wie möglich. Es war eigentlich ausreichend, auch wenn uns zum Schluss das Hungergefühl begleitete. Vor allem Marcel war davon „getrieben“.

Unser Weg ging wie immer direkt an der Küste entlang und wir konnten die wunderschöne Aussicht genießen. Entgegen unserer Erwartung hatten wir recht viele Touristen auf dem Weg getroffen. Auch 3 Engländerinnen, welche mit uns im gleichen B&B zuvor übernachtet hatten, haben wir mehrfach wieder getroffen. Ziel für heute sollte Pendeen sein. Einige Kilometer davor entschied sich Vanessa doch noch für einen unsicheren Tritt und rutschte ab. Als ich mich umdrehte lag sie etwas hilflos da und konnte sich dank verdrehten Fuß und Rucksack auf dem Rücken nicht allein bewegen.

War meiner Meinung nach alles halb so schlimm – Marcel sah das aber natürlich mal wieder anders und hat gleich ausgemalt was alles hätte passieren können und seine eigene „Unlust“ mit einfließen lassen … die Stimmung war wie man sich vorstellen kann nicht wirklich toll. Nach einigem hin und her entschieden wir uns dann den Rest des Weges nicht auf dem Küstenpfad, sondern an der Straße entlang zu laufen. Das hat sich noch mal ordentlich gezooooogen. Marcel hatte auch nur noch Dusche und Essen im Kopf – denn in Pendeen angekommen wurde ohne große Suche die erste Pension genommen und der gegenüberliegende Supermarkt von ihm auch glatt komplett übersehen.

Wir haben aber auch dieses Mal Glück – es sind zwar 35 Pfund pro Person inkl. Frühstück, aber sie sind wirklich nett, haben unsere Wäsche zum trocknen aufgehangen, es wäre sogar eine Badewanne vorhanden und auch sonst insgesamt sehr schön eingerichtet. Zum Essen waren wir im naheliegenden Pub „North Inn“ und haben wirklich toll gegessen und auch zum ersten Mal den Klassiker „Wizzard“ gespielt.

Nun bin ich mal gespannt wie gut es sich in den – zugegeben zu weichen – Betten hier schläft. Es sind auch mal wieder ein paar Worte mehr geworden, als ich eigentlich schreiben wollte …

 

Fotos vom heutigen Tag

 

 

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Kommentare

Marion
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Guten Morgen ihr Weltenbummler,

es ist immer nett und sehr erbaulich eure Reiseberichte zu lesen und an euren Erlebnissen teilhaben zu können. Ihr scheint ja noch schönes Wetter zu haben. Im Wetterbericht von Thüringen haben sie gerade die ersten Orte mit Minustemperaturen genannt. In Apfelstädt bringen wir es jetzt gerade auf 3 Grad.
Freue mich schon auf die nächsten Berichte.

Marion

Tino
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Bisher ist das Wetter wirklich super und wir hoffen es bleibt so – haben zwar schon gehört, dass es ab Ende dieser Woche schlechter werden sollte, aber die Hoffnung auf 3 Wochen ohne Regen in England haben wir noch nicht aufgegeben 😉 … also Daumen drücken !

Jeanette
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Hallo ihr,

freue mich, Euch auf diese Weise begleiten zu können und etwas mit zu urlauben…..Frohes Kraxeln!
bis bald
Jeanny

Tino
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Gerne doch – Dein Bruder liegt im Moment erschöpft in der Badewanne 😉

Martin
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Hallo ihr Drei,

schön euch begleiten zu können. England ist landschaftlich sehr schön und die Menschen sind in der Regel sehr freundlich – jedenfalls sind das unsere Erfahrungen. Wir wünschen Euch noch viele schöne Erlebnisse, gutes Wetter und gesunde Füße. 🙂
LG die 3 Römer

Tino
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Bisher haben wir auch nur gute Erfahrungen gemacht. In Hayle haben die Einheimischen aber mehrfach German gesagt und es war klar, dass sie übe runs sprechen – was genau haben wir aber (glücklicherweise) nicht verstanden … bisher sind uns alle freundlich begegnet. Mal gucken, was sie restlichen 2 Wochen noch so bringen 😉

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