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Besuche eine Kaffee-Plantage in Kolumbien

So lautet meine Aufgabe, die ich während meiner Weltreise in Kolumbien erfüllen sollte – Freunde haben mir für verschiedene Länder jeweils eine Aufgabe gestellt; nachzulesen hier: „Aufgaben für die Weltreise von Freunden„. Und diese Aufgabe hier in Kolumbien war wohl mit Abstand die leichteste und ich danke Ihnen dafür – ich hatte einen wirklich wunderbaren Ausflug und habe es sehr genossen. Natüflich möchte ich Dir diese Eindrücke nicht vorenthalten !

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So sieht die Kaffeebohne aus nachdem sie geschält wurde - die rote Schale schmeckt übrigens angenehm süß
So sieht die Kaffeebohne aus nachdem sie geschält wurde – die rote Schale schmeckt übrigens angenehm süß

Nach Ankunft auf der Hacienda (ca. 30 Minuten von Manizales entfernt) wurde uns natürlich zunächst ein Kaffee gereicht (mir zugegeben zu bitter) und danach (alles in Englisch oder Spanisch; 2 Gruppen) die Herkunft und Geschichte des Kaffees erklärt, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbaugebieten und auch die Unterschiede der Herstellungsprozesse erklärt. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen wird in Kolumbien bspw. fast ausschließlich Arabica-Bohnen angebaut und das vorwiegend auch in höheren Lagen (da diese Temperaturen von 18 bis knapp 24 Grad bevorzugen). Kolumbien ist weltweit aktuell die Nummer 4 was den Export von Kaffeebohnen betrifft und die Nummer 1 wenn man es auf die bestimmte Herstellungsart begrenzt. In Kolumbien wird nämlich – im Vergleich zu vielen anderen Gebieten – die Kaffeebohne direkt nach der Ernte geschält und in mehreren Schritten maschinell getrocknet. Häufig – so habe ich es auch in Guatemala gesehen – wird die Kaffeebohne erst in der Sonne getrocknet und dann geschält. Ob es geschmackliche Unterschiede gibt? Diese Frage wurde mit der Aussage: „das ist wie bei Wein – die einen schmecken es, die anderen nicht“ beantwortet … also würde ich von mir aus sagen man schmeckt den Unterschied nicht 😉

Nach der kurzen Theoriestunde haben wir die Bohnen händisch sortiert (Einer hat gewitzelt, dass der kolumbianische Kaffee vermutlich deswegen teurer ist, weil er von Touristen sortiert wird 😉 ), geröstet und anschließend verkostet. Lecker! Danach ging es in die Kaffeeplantagen und ein kleiner Rundgang auf dem Grundstück der Hacienda mit diversen kleineren Zwischenstopps für Erklärungen und natürlich auch zum Genießen und Staunen. 😀

So weit mein Auge reicht - Kaffeesträucher ...
So weit mein Auge reicht – Kaffeesträucher …

Wo ich diese Tour gemacht habe? Ich habe mich in Manizales entschieden eine Tour zu der sehr bekannten Hacienda Venecia zu buchen. Hier war ich aus verschiedenen Gründen sehr skeptisch: (a) die Hacienda betreibt viel Werbung und steht auch im Lonely Planet und (b) der Preis für die Tour von anfänglich 20.000 Peso zzgl. 10.000 Peso für den Transport stieg auf aktuelle 35.000 Peso zzgl. 10.000 Peso für den Transport an … alles in allem befürchtete ich Massentourismus und „Schnellabfertigung“. Jedoch war ich positiv überrascht – es war eine kleine Gruppe von ca. 12 Personen und alles in allem sehr informativ, entspannt und zugegeben ist die Hacienda und vor allem die Aussicht traumhaft … auch für Pflanzenliebhaber gibt es einiges zu gucken 😉

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Morgen geht es dann nach Armenia und Salento (der eigentlichen „Hauptstadt“ des Kaffees in Kolumbien) … mal sehen, was ich dort noch für Eindrücke sammeln kann … wenn es dort tatsächlich noch schöner ist als es hier war, dann werde ich wohl dort einige Zeit bleiben müssen 😉

 

Product de Colombia ... natürlich der Kaffee und nicht ich *gg*
Product of Colombia … natürlich der Kaffee und nicht ich *gg*

Kommentare

Ein Kaffeepionier
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Ein spannender Einblick. Ob nasse oder trockene Aufbereitung: Die Geschmäcker sind verschieden. 😉

klebefolie
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Vielen dank für die Informationen. Ich liebe Kaffee. Der Tag beginnt immer mit einer Tasse Kaffee. Tolle Bilder.

Gruß Anna

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