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Autsch, ich wurde mit einem Blogstöckchen beworfen

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was bitte schön ein Blogstöckchen ist. Ich muss zugeben, dass ich das bisher auch immer nur so am Rande mal mitbekommen hatte … und da mich bisher noch niemand damit beworfen hatte, musste ich mich auch nicht damit beschäftigen. Aber wie vieles, so ist auch das nur eine Frage der Zeit bis es Dich als Blogger trifft. Nun war es eben auch bei mir so weit – Oli und sein Blog www.sinograph.ch wurden beworfen und haben es an mich weiter gereicht. Das Peinliche daran: beworfen und getroffen wurde ich bereits während meine Weltreise Mitte Januar … und mehr als 4 Monate später reiche ich es erst weiter 🙁 … Sorry Oli!

Aber was nun genau ist ein Blogstöckchen eigentlich?

Eigentlich kannst Du Dir das wie so eine Art Kettenbrief unter Bloggern vorstellen. Die Inhalte oder auch Aufgaben weichen immer etwas von einander ab. In diesem Fall wurden mir 11 Fragen zum Thema Reisen gestellt, ich werde sie hier brav beantworten und dann mir neue 11 Fragen ausdenken und an andere Reiseblogger weitrreichen. Also im Prinzip

  1. Blogstöckchen fangen
  2. mitgebrachte Aufgaben erfüllen bzw. Fragen beantworten
  3. Blogstöckchen weiter „werfen“

… einfach – oder?

Hier nun die Fragen die an mich gestellt worden und meine Antworten dazu … das eigentlich schon Mitte Januar. Mir waren die Fragen aber einfach zu schwierig

 

01. Warum heisst Dein Blog so wie er heisst?

Mensch, gleich zu Beginn so eine schwierige Frage. Wie für jeden Blogger so war es auch für mich nicht so einfach den richtigen Namen zu finden. Den Blog habe ich in der Vorbereitungsphase zu meiner Weltreise gestartet. Meine Reisen zuvor hatte ich größtenteils auch schon online dokumentiert – jedoch war das fast ausschließlich für Freunde und Familie. Da meine Weltreise nun aber mit knapp 14 Monaten länger dauert und ich auch die vielen Vorteile eines eigenen Blogs nutzen wollte, musste ein eigener Name her.

Da zwischen der Entscheidung zu meinem Sabbatical und dem eigentlichen Start meiner Weltreise einige Monate lagen, hatte ich lange Zeit mir Gedanken über alles zu machen. Ich habe mir auf der Fahrt zur Arbeit immer mal wieder Gedanken über mögliche Namen gemacht und alle die mir eingefallen sind aufgeschrieben. Dann habe ich mich noch mal hingesetzt und überlegt über was ich eigentlich schreiben möchte: Reisen und alles was mich sonst so bewegt und was ich erlebt. Letztendlich habe ich es auf 5 Namen eingegrenzt und meine Schwester hat dann entschieden: www.tinontour.com … ob nun TIN on TOUR (TIN ist mein internes Kürzel bei meinem Arbeitgeber) oder TINO ’n TOUR (quasi Tino und Reisen) – beides ist richtig 😉

 

02. Welches Deiner Bilder 2013 gefällt Dir am besten und warum?

Das geht ja mit schwierigen Fragen weiter – zur Beantwortung musste ich erst mal alle meine Bilder sichten. Und Freunde, Familie und der regelmäßige Leser weiß: ich kann mich nur ganz schwer entscheiden. Deswegen gibt es auch 3 ganz unterschiedliche Bilder.

 

03. Auf was freust Du Dich im kommenden Jahr am meisten?

Das ist nun mal leicht 😉 Auch wenn ich verdammt wehmütig dem Ende meiner Weltreise entgegen sehe, so freue ich mich dennoch nach fast 14 Monaten wieder mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Dank Facebook, Skype und E-Mail war der Kontakt zwar immer da, aber zusammen sitzen und gemeinsam Zeit zu verbringen ist doch etwas anderes …

  • den mir bisher nur von Fotos und Skype bekannten Nachwuchs meiner besten Freunde persönlich begrüßen
  • mit meinem Neffen und meinem Patenkind spielen und unzählige Warum-Fragen beantworten,
  • meinem Opa Fotos von ihm unbekannten Ländern zeigen und Geschichten austauschen,
  • mit meinen Eltern im Garten bei einer guten Thüringer Bratwurst sitzen und Hotel Mama genießen,
  • gemeinsam mit meiner Schwester und meinem Schwager lachen und einfach nur ich sein,
  • mit den besten Freunden quatschen, kochen und den Mannheimer Wochenmarkt besuchen,
  • mit Freunden und Kollegen „um die Häuser ziehen“ und Spaß haben,
  • Marktbesuche, Bowlingabende, Spieleabende, Ski- und Wanderausflüge, Picknick im Park, usw.

… ach, da gibt es sehr viel, was mir so einfällt. Ach und ganz klar, ich freue mich auch schon auf meinen nächsten Urlaub 😉

 

04. Wen würdest Du mal gerne persönlich treffen?

Puuuh … da fällt mir wirklich niemand ein. Ich freue mich immer, wenn ich nette und sympathische Leute treffe – und das sind meistens diejenigen, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen und jeder kennenlernen will.

 

05. Aus allem, was Du so in 2013 an Beiträgen auf anderen Blogs gelesen hast: welches ist Dein Lieblingspost?

Nun muss ich gestehen, dass ich zwar vor meiner Reise sehr regelmäßig viele Reiseblogs verfolgt habe, aber während meiner Reise das leider etwas nach hinten gerutscht ist. Ich habe zur Beantwortung dieser Frage lange überlegt, aber so richtig ist mir nicht DER EINE Artikel eingefallen. Ich könnte mir jetzt zwar einen raussuchen, aber das wäre mehr oder weniger an den Haaren herbei gezogen.

 

06. Worauf kannst Du verzichten?

Das ist mir einmal mehr auf meiner kleinen Reise um die Welt bewusst geworden: ich kann auf sehr viel verzichten – und auf noch mehr, wenn es wirklich sein muss. Was ich brauche, hängt sehr stark von meiner Umgebung ab. Ich brauche auf jeden Fall die richtigen Menschen um mich herum – alles Materielle ist verdammt variabel. Ich habe bei meinem Freiwilligendienst in Kenia oder auf vielen einzelnen Stationen meiner Weltreise materiell weitaus weniger um mich herum gehabt, als zu Hause oder bspw. auch bei meiner Übernachtung im Marina Bay Sands in Singapur. Aber um die Frage abschließend klar zu beantworten: Luxus ist mal ganz schön, aber ich persönlich ganz klar darauf verzichten!

 

07. Wie hältst du’s mit der Technik? Landkarte oder GPS?

… Beides würde ich sagen. Ganz klar habe ich eine Vorliebe für Technik und damit gewinnt bei einer notwendigen Entscheidung wohl das GPS. Allerdings verlasse ich mich nie ganz allein darauf und bin auch meist mit einer Karte bewaffnet. Wenn ich losziehe, dann habe ich immer mit dabei

  • mein Smartphone mit GPS – in meinem Fall ein iPhone
  • eine Offline-Karte für mein Smartphone (damit keine Roamingkosten im Ausland entstehen) – in meinem Fall die App „Forever Map“ für das iPhone. Hier lege ich mir verschiedene Ziele (bspw. meine Unterkunft) auch als Favorit an um es direkt wieder zu finden.
  • einen Stadtplan – diesen gibt es meistens im Hostel oder der Touristeninformation kostenlos; optimimalerweise inkl. öffentliche Verkehrsmittel oder noch eine weitere Karte

… und habe mir natürlich vorher alles zumindest grob mal angeguckt – zumindest so weit, dass ich Entfernungen und Richtungen abschätzen kann. Gute Vorbereitung und Ausrüstung ist eben alles 😉 Sich vorher mit der Region zu beschäftigen und einen Stadtplan dabei zu haben hat einen entscheidenden Vorteil: in vielen Regionen ist es aus Sicherheitsgründen nicht ratsam mit dem Smartphone in der Hand durch die Stadt zu rennen. Es für den Notfall, oder um zu prüfen wie weit ein bestimmter Weg zu Fuß ist, dabei zu haben beruhigt 😉 Und zum Thema einfach auf der Straße zu fragen – hier musste ich leider mehrfach die Erfahrung machen, dass in einigen Teilen Asiens und Südamerika die Leute Dir leider häufig irgendwas sagen, anstatt zuzugeben, dass sie den Weg nicht kennen oder die Karte nicht lesen können. Wenn sich durchfragen, dann mindestens 3 Personen fragen und bei Übereinstimmung losziehen und ansonsten zwei Personen mehr um Hilfe bitten … oder eben doch das GPS zur Hilfe nehmen 😉

 

08. Was inspiriert Dich?

Andere Menschen! Ich bin (natürlich gibt es wie bei Jedem auch bei mir Ausnahmen) ein positiv und optimistisch gestimmter Typ und lasse mich gerne von anderen mitreisen und eben auch inspirieren. Ich bin immer fasziniert von Personen, die mit sehr viel Energie, Engagement und vor allem Leidenschaft bei der Sache sind. Von solchen Menschen lasse ich mich inspirieren. Aber ganz klar sind es bezogen auf das Thema Reisen auch interessante Reiseberichte, Fotos und Videos.

 

09. Welches Land oder welche Region wich am stärksten von deinen Vorstellungen ab?

Kolumbien. Ich war mehr als 6 Wochen in Kolumbien unterwegs und es gefiel mir sehr gut – in so weit stimmt das auch noch mit meiner Vorstellung (oder eher Hoffnung) überein. Allerdings habe ich mich auf weitaus mehr Probleme und Schwierigkeiten beim Reisen eingestellt. Der Ruf Kolumbiens als Drogenhochburg und damit verbunden unsicheres Reiseland waren immer im Hinterkopft. Das Thema Sicherheit spielte eine große Frage im Vorfeld. Ohne etwas zu Beschönigen: ich habe mich rundum wohl und größtenteils auch sicher gefühlt. Die Menschen sind super nett, interessiert und ich hatte nirgendwo auf meinen Reisen so freundliche und hilfsbereite Polizisten erlebt wie in Kolumbien – hier ist der Polizist wirklich „Dein Freund und Helfer“. Daumen hoch!

 

10. Was ist für dich ein Killerkriterium, um ein Land nicht zu besuchen?

Da fallen mir gleich mehrere ein: Unsicherheit (Krieg, Anschläge, …) und Unfreundlichkeit. Beides ist für mich ein Killerkriterium da ich mich dann einfach nicht wohlfühlen kann.

 

11. Wo würdest du gerne ein Jahr lang leben und arbeiten? Wieso?

Ooooh, da fallen mir gleich mehrere Regionen ein:

  • Hong Kong … diese Stadt hat mich einfach fasziniert. Anstatt geplanten 3 Tagen war ich fast 3 Wochen dort. Die Stadt ist für mich ein schöner asiatisch-westlicher Mix. Es ist wahnsinnig hektisch und chaotisch und nach nur 30 Minuten Bus oder Bootsfahrt kann man in landschaftlich schöne und entspannende Regionen entfliehen.
  • Japan … wo genau da ist schwierig. Es gab eigentlich keinen Teil auf meiner Reise in Japan, wo ich nicht noch einmal hinfahren möchte. Da verhältnismäßig wenig Englisch gesprochen (oder geschweige geschrieben) wird, ist es auf der einen Seite nicht sehr einfach hier zu reisen, aber durch die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Japaner hat man das Gefühl willkommen zu sein und findet letztendlich doch problemlos sein Ziel. Menschen, Städte, Landschaften, Kultur und natürlich auch das Essen sind einfach unbeschreiblich.
  • Südafrika … das erste Mal war ich in Südafrika und habe eine Sprachschule um mein Englisch zu verbessern in Kapstadt besucht. Schon da war ich von der Stadt einfach begeistert und die Begeisterung stieg mit einer einwöchigen Tour entlang der Gardenroute. Das zweite Mal war ich auf einen kleinen „das südliche Afrika“ Trip hier und habe auch Freunde dort besucht und die Begeisterung vom Land hielt an.
  • Freiwilligendienst in Afrika oder Südamerika … beide Kontinente faszinieren mich und ein längerer Freiwilligendienst ist weiterhin noch etwas auf meiner ToDo-Liste. Ich wollte während meines Sabbatical eigentlich Reisen und Freiwilligendienst kombinieren – das habe ich mir aber wohl etwas zu einfach vorgestellt und es ließ sich nur selten kombinieren. Man sollte sich eben doch auf eine Sache konzentrieren 😉

… aber alle diese Ideen und Vorstellungen sind zeitlich beschränkt – ich kann es mir nicht vorstellen für eine wirklich sehr lange Zeit oder gar für immer meine Heimat, Familie und Freunde zu verlassen. Viel zu gerne bin ich in Deutschland und habe auch auf meiner Reise rund um die Welt alles wieder neu schätzen gelernt.

Reisen und die Welt entdecken macht einfach Spaß ... dabei aber auch Familie und Freunde hinter sich zu wissen und den Kontakt zu halten zudem auch noch ungemein glücklich
Reisen und die Welt entdecken macht einfach Spaß … dabei aber auch Familie und Freunde hinter sich zu wissen und den Kontakt zu halten zudem auch noch ungemein glücklich

 

Das Blogstöckchen werfe ich gerne weiter …

Nun komme ich zu meiner dritten Aufgabe: nämlich neue Fragen und neue „Opfer“. Zunächst die Fragen zum Thema Reisen

  1. Welches Verkehrsmittel bzw. Forbewegungsmöglichkeit bevorzugst Du, wenn Du innerhalb eines Landes reist? (Flugzeug, Bus, Auto, Boot, Anhalter, …)
  2. Wie nächstigst Du am Liebsten und warum? (5 Sterne Hotel, 3 Sterne Hotel, Hostel, Bed & Breakfast, Couchsurfing, Airbnb, …)
  3. Wie lange im Voraus buchst und organisierst Du Deine Reisen?
  4. Reist Du lieber alleine, mit Partner oder mit Freunden? Warum?
  5. Wie informierst Du Dich über Dein Reiseziel? (Reiseführer, Messen, Reiseblogs, …)
  6. Welches Land oder welche Region könnte für eine Zeit lang ein neues zu Hause für Dich sein?
  7. Nach Packliste oder eher spontan – wie packst Du Deinen Rucksack / Koffer?
  8. Welches vielgelobtes Reiseziel hast Du besucht und Du selbst warst eher enttäuscht?
  9. Was war bisher Dein peinlichster Moment als Reisender?
  10. Welches Land oder Region hat bisher einen bleibenden Eindruck (positiv oder negativ) bei Dir hinterlassen?
  11. Was sind Deine persönlichen Tipps für Besucher Deiner Heimatstadt?

 

… und an diese beiden Reiseblogs reiche ich das Blogstöckchen gerne weiter:

  • Funkloch.me … Steven und ich waren mehr oder weniger Zeitgleich auf Weltreise und haben beide eine Vorliebe für Japan entwickelt. Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland ist Steven weiterhin noch fleissig am (reise-)bloggen.
  • Woanderssein.de … Chizuru und Oliver brachen nach vielen kleineren und größeren Touren schon Ende 2012 auf Ihre bisher längste Reise auf – eine Reise um die Welt. Ein genaues Ende ist noch nicht in Sicht und so verfolge ich gerne Ihre Berichte und schwelge in Erinnerungen von meiner Weltreise und drücke den beiden weiterhin fest die Daumen.

 

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