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Für zwei Tage Osaka Unlimited Pass gekauft – musste also noch mal los

Eines war mir schon am Donnerstag Abend oder besser in der Nacht bewusst: wenn ich bis 4 Uhr morgens wach bin, stehe ich unmöglich bereits 8 Uhr für einen anstrengenden Sightseeing-Tag auf. Es war mir klar, aber dennoch habe ich mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt – vorsorglich aber auch gleichzeitig das Schild „Please do not disturb“ (bitte nicht stören) vor meine „Kabine“ gehangen. Und was soll ich sagen, der Wecker klingelte 8 Uhr und ich habe ihn großzügig auf 10 Uhr vorgestellt. Warum eigentlich nicht gleich?

Damit war auch klar, das Programm für diesen Tag musste mal wieder gekürzt werden. Ich hatte mir am Vortag ja eine „Touristenkarte“ (den Osaka Unlimited Pass) gekauft und auch da schon nur einen Bruchteil der Möglichkeiten tatsächlich genutzt: Mit der Touristenkarte Osaka erkundet. Aber immerhin will ich hier auch keinen Marathon abhalten und die Erholung sollte nicht zu kurz kommen – es ist ohnehin viel zu heiß als das man den ganzen Tag von einer Attraktion zur nächsten rennen könnte 😉

Mein Tagesprogramm beschränkte sich nun darauf die „Bay Area“ – also das Gebiet rund um den Hafen – zu erkunden. Dazu habe ich die Nanko Port Town Line genommen. Diese fährt nämlich oberirdisch und man kann somit bei der Fahrt schon das Gebiet besichtigen. Ehrlich gesagt gab es aber nicht so viel zu sehen … aber besser oberirdisch wenig sehen, als unterirdisch gar nichts 😉 Danach sah mein Programm wie folgt aus:

Osaka Prefectural Government Sakishima Building Observatory

Die Aussichtsplattform vom "Osaka Prefectural Government Sakishima Building" - man kann glaube auch kurz und knapp Rathaus sagen *gg*
Die Aussichtsplattform vom „Osaka Prefectural Government Sakishima Building“ – man kann glaube auch kurz und knapp Rathaus sagen *gg*

Dieses Gebäude ist derzeit das zweithöchste Gebäude Japans und beherbergt im 57. Stock (auf 252m) ein Restaurant und eine Aussichtsplattform. Nun habe ich eigentlich schon genügend Aussichtsplattformen auf japanische Städte gesehen (in jeder Stadt gibt es gleich mehrere davon)l, aber da es im „Osaka Unlimeted Pass“ (hatte ich mir ja für zwei Tage gekauft) dabei war und es auf dem Weg zur Hafenfront lag, bin ich also hin. Hier war alles andere als Anstehen angesagt – es war fast menschenleer. Keine Ahnung ob das immer so ist – aber mir war es nur Recht. Und oben angekommen war ich positiv überrascht: es ist eine wirklich schön angelegte Aussichtsplattform (leider im Gebäude, d.h. man hat immer Scheiben beim Fotografieren vor sich). In der Mitte befindet sich das Restaurant / Café. Die Aussicht ist wie immer abhängig vom Wetter. Mein Fazit: wenn es auf dem Weg liegt und man kostenfreien Eintritt hat, sollte man es mitnehmen … andernfalls kann man darauf verzichten.

Hinweis: Eintritt von 13 bis 22 Uhr; Eintrittspreis ohne „Osaka Unlimited Pass“ betrug 500 JPY (ca. 4 EUR)

Santa Maria Cruise Ship

Mit dem Santa Maria Cruise Ship das Hafengebiet vom Wasser aus erkunden.
Mit dem Santa Maria Cruise Ship das Hafengebiet vom Wasser aus erkunden.

Wie kann man besser die Hafenfront erkunden als mit einem Schiff? Also stand eine der angebotenen Bootsfahrten mit auf dem Programm. Natürlich habe ich mich für eine in meinem Ticket eingeschlossene entschieden: eine Fahrt mit der Santa Maria. Das Schiff sieht aus wie ein altes Segelschiff und legt stündlich direkt hinter dem Aquarium ab. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Auch wenn beim Anstehen eine lange Warteschlange war, so verlief sich das auf dem großen Schiff dann aber auch wieder. Die Fahrt war nicht besonders umwerfend, aber in jedem Fall nicht langweilig. Neben der Aussicht habe ich vor allem auch die Japaner auf dem Schiff mit Freude beobachtet – ein Foto hier, ein Foto da … 😉

Hinweis: Zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr (bzw. Hauptsaison 18:00 Uhr) legt das Schiff stündlich jeweils zur vollen Stunde ab. Kosten ohne „Osaka Unlimited Pass“ liegen bei 1.600 JPY (ca. 12 EUR) … im Zusammenhang mit dem Eintritt zum Aquarium gab es auch noch mal Vergünstigungen.

KAIYUKAN – Osaka Aquarium

Nach der Schiffsfahrt stand das Aquarium an. Es soll eines der weltweit schönsten sein und damit war es auch für mich ein Muss. Nun hatte ich es vor der Schiffsfahrt schon mal probiert, aber dann aufgrund einer von der Aufsichtsperson auf 2 geschätzten Wartezeit verschoben.

Das KAIYUKAN – Osaka Aquarium zählt zu einem der schönsten Aquerien weltweit
Das KAIYUKAN – Osaka Aquarium zählt zu einem der schönsten Aquerien weltweit

Und das war gut so – war es 15 Uhr noch verdammt voll, so war es gegen 17 Uhr um einiges leerer; keine Warteschlange an der Kasse. Das Aquarium selbst war wirklich sehr schön. Verteilt auf mehrere Etagen sind diverse Becken mit den unterschiedlichsten Bewohnern unserer Meere zu bestaunen. Schön fand ich vor allem, dass man alle Etagen durch Schrägen ohne Treppen besichtigen konnte. Somit war es mehr oder weniger ein Rundgang und man hat die großen Aquarien nicht nur von mehreren Seiten, sondern auch von mehreren Höhen aus besichtigen können. Für den Rundgang sollte man ca. 1 Stunde einplanen – für ganz Interessierte oder mit Kindern sicher etwas mehr. Die Begeisterung für das Aquarium änderte sich allerdings am Ende: war hier nicht ein „Streichelbecken“. Zu Dutzenden hingen sie am Beckenrand und betatschten die dort befindlichen Fische – vor allem die durchaus beachtlichen Rochen. Nun bin ich sicher kein Tierschützer, aber muss das sein? Der Eintrittspreis für das Aquarium lag bei 2.300 JPY (ca. 18 EUR) und lohnt sich meiner Meinung nach auch. In der „Osaka Unlimited Pass“ Karte war es nicht mit enthalten – wer aber „nur“ ins Aquarium möchte kann für knapp 2.500 JPY eine Eintrittskarte für das Aquarium inkl. einen Tagespass für das U-Bahn Netz kaufen und spart damit auch.

Das Tempozan Giant Ferris Wheel (Riesenrad) direkt am Aquarium in Osaka
Das Tempozan Giant Ferris Wheel (Riesenrad) direkt am Aquarium in Osaka

Hinweis: Öffnungszeiten täglich von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr bei einem Eintrittspreis von 2.300 JPY (ca. 18 EUR) für Erwachsene.

Tempozan Giant Ferris Wheel (Riesenrad)

Vorletzter Punkt für mich was das direkt am Aquarium liegende „Tempozan Giant Ferris Wheel“. Laut Beschreibung ist mit angeblich 112,5m das weltweit höchste Riesenrad – ist es aber keinesfalls; denn lt. Wikipedia gibt es mehr als 15 die größer sind (bspw. London Eye und Singapore Flyer) … aber auch hier: es war kostenfrei im Ticket mit enthalten, direkt vor meiner Nase und es gab keine Warteschlange. Aber auch hier mein Fazit: ohne Eintrittspreis ok – aber wenn ich extra dafür bezahlt hätte, hätte ich mich mit Sicherheit geärgert.

Minami Area & Tombori Riverwalk

Immer etwas los im Stadteil Minami ... und die Leuchtreklamen am Tombori Riverwalk sind weit über Osaka hinaus bekannt.
Immer etwas los im Stadteil Minami … und die Leuchtreklamen am Tombori Riverwalk sind weit über Osaka hinaus bekannt.

Letzter Programmpunkt lag quasi direkt vor meiner Haustür: die Minami Area mit dem Tombori Riverwalk. Das ist nur wenige Minuten zu Fuß von der Namba Station entfernt und das Ausgehviertel schlechthin. Schon unter der Woche treiben sich hier jede Menge Einheimische und auch Touristen umher. Die einen dabei die letzten Shoppingtouren zu erledigen oder in einem der vielen Restaurants etwas zu essen und/oder um zu Feiern.

So richtig empfehlen kann ich hier leider nicht – vor allem die Auswahl an Restaurants ist erschlagend groß und ich fühlte mich nach immerhin zwei Wochen Japan hier etwas überfordert. Auch hier gab es leider nur selten eine Speisekarte in Englisch – aber immerhin meistens mit Bildern. So habe ich auch die Optik wieder entscheiden lassen. Ich glaube aber in Japan kann man mit dem Essen nicht viel verkehrt machen – es schmeckt immer ! 😀

Hinweis: ob mit oder ohne „Osaka Unlimited Pass“ – der Eintritt ist frei und vermutlich den ganzen Tag bzw. Nacht über etwas los 😉

Damit waren zwei Tage Erkundungstour in Osaka auch schon vorbei. Die Stadt gefällt mir persönlich besser als der große Bruder (oder Schwester?) Tokio. Zudem sind von Osaka aus viele Ziele als Ein- oder Zweitagestouren (Kyoto, Kobe, Nara, usw.) aus zu erreichen und somit meiner Meinung nach ein idealer Ausgangspunkt und „Basislager“ für Erkundungstouren in Japan. Auch bin ich beispielsweise für knapp 40 EUR mit Jetstar knapp 2h nach Naha auf den Okiwana Inseln (eigentlich Trauminseln, wenn da nicht ein Taifun wäre …) geflogen – das ist von anderen Orten in Japan aus um einiges teurer.

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