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Impressionen vom Silvretta Wanderausflug – Tag 3

Nachdem wir am Vorabend eine kurze Diskussion über den weiteren Verlauf unseres Ausfluges hatten und wir die Entscheidung auf den kommenden Tag verlegt hatten, begann der Tag schon spannend. Die ersten Minuten wurde auch gar nicht drüber gesprochen, ob abbrechen und hinunter ins Tal oder doch wie geplant weiter. Allerdings beschäftigte uns natürlich alle diese Frage. Wir starteten also zunächst ohne darüber zu sprechen mit Frühstück. Hier zeigte sich aber schon: wir ziehen es durch. Das Wetter und die Prognosen waren einfach zu gut und verschwundenen Kräfte und Motivation waren bei allen wieder da. Auch der Hüttenwirt bestätigte uns, dass wir die Route wie geplant machen könnten – regnen würde es erst am späten Nachmittag. So sollte es dann auch sein und wir starteten unseren Weg von der Jamtalhütte zur Wiesbadener Hütte am Piz Buin.

Bedeckter Himmel auf dem Weg von der Jamtalhütte zur Wiesbadener Hütte
Der Himmel auf unserem Weg von der Jamtalhütte (bei Galtür) zur Wiesbadener Hütte (am Piz Buin) war bedeckt - aber trocken und angenehme Temperaturen

 

Rückblick auf die Jamtalhütte (Nähe Galtür)
Ein letzter Rückblick auf die Jamtalhütte - von dieser Seite sieht sie ganz anders aus, als beim Abstieg vom Berg am Vortag

 

Abstieg von der Jamtalhütte
Zunächst hieß es von der Jamtalhütte leicht bergab zum Jambach und dann auf der anderen Seite wieder mäßig bergauf

 

Bach / Fluss im Jamtal (Jambach)
Der Jambach und im Hintergrund die im Nebel liegenden Berggipfel und Gletscher

 

Das Jamtal im Nebel
Vom Tal her zog etwas Nebel das Jamtal entlang - wir beeilten uns noch schnell oberhalb zu kommen ...

 

Blick auf die Jamtalhütte
... gut, es war vorhin nicht der letzte Rückblick auf die Jamtalhütte. Die ein oder andere Pause gönnten wir uns schon und blickten auf die andere Seite des Tales zur Jamtalhütte hinüber.

 

Marcel, Vanessa und ich - brav hintereinander
Da laufen sie - brav hintereinander: Marcel, Vanessa und ich ...

 

Sonnenbrand auf den Waden
Nun dazu muss ich nicht viel sagen - man sollte sich in den Bergen wohl immer gegen die Sonne schützen. Ich dachte am gestrigen Tag schien die Sonne nicht so stark - das Gegenteil zeigten mir meine Waden dann am nächsten Tag ...

 

Frage der Perspektive
Alles eine Frage der Perspektive - der Weg sieht hier verdammt steil aus ... aber bei genauerem Blick sieht man, dass es doch recht mäßig nur bergauf ging. Diese Einschätzung teilte mit mir aber nicht jeder *fg*

 

Orangener Regenschutz auf saftig grünen Wiesen
Marcel mit seinem kräftigem orangefarbenem Rucksack-Regenschutz war einfach ein gutes Fotomotiv bei diesem saftig grünen Wiesen.

 

Nun wurde es doch etwas steiler und etwas Klettern war angesagt
An einer Stelle wurde es dann leicht etwas steiler und sogar die Hände mussten wir zu Hilfe nehmen - aber absolut im Rahmen eines Wanderweges der Schwierigkeitsstufe "mittel"

 

Steingeröll / Schotter zur Scharte hinauf
Nun kam das, worauf sich Vanessa schon den ganzen Ausflug gefreut hatte: die Scharte hinauf hieß es - glücklicherweise an und nicht auf - dem Schotter bzw. Steingeröll zu laufen.

 

Vanessa und Marcel am Schotterweg
... da es aber wie gesagt eher am Rand des Feldes entlang ging, war es für alle kein großes Problem.

 

Pause auf dem Weg über die Scharte
Eine Pause mit einem phantastischen Blick über das Jamtal und die umgebenden Berge hatten wir uns aber verdient.

 

Blick Richtugn Jamtalhütte
Ein schöner Blick auf unseren

 

Von der Scharte wieder hinab
Oben angekommen hieß es dann natürlich auf der anderen Seite auch wieder hinunter. Wir waren froh, dass wir den Weg in diese Richtung (also von der Jamtal- zur Wiesbadener Hütte) gegangen sind. Dieser Weg war uns bergab lieber, als die Vorstellung ihn bergauf zu gehen.

 

Kleine Wasserfälle und saftig grüne Wiesen
Kleine Wasserfälle waren durch den Regen in der Nacht überall mal wieder zu sehen und bei Sonne war es mit den saftig grünen Wiesen (hier zugegeben mit Filter stark übertrieben) ein herrlicher Anblick.

 

Flache Stücke und schlechteres Wetter
Zwischendurch kamen nun auch Stellen die teilweise sehr flach und eben waren. Leider wurde aber auch das Wetter zunehmend schlechter und wir waren unsicher, ob wir vor Beginn vom Regen unser Etappenziel erreichen werden.

 

Motivationshilfe - Kuhhaufen mit Gesicht
Auch auf diesem Weg wurden wieder Aufmunterungs- und Motivationszeichen gesetzt: in diesem Fall ein freundlich lächelnder Kuhhaufen (Insider: Horst genannt)

 

Wasserfall
Das Wetter hielt aber - wir hatten Glück. Die mal kleiner und mal größeren Wasserfälle am Wegesrand konnten wir so also ohne Regen von oben genießen.

 

Kleine Steinchen auf dem Weg
Der ein oder andere kleine Stein lag auch mal auf dem Weg - wir machten uns keine Gedanken wie diese dahin gekommen sind. Auch nicht ob und wie viele Kühe darunter vergraben sein könnten.

 

Bäche überqueren
Das ein oder andere Bächlein musste auch überquert werden - abhängig davon ob Steine im Wasser lagen und wie stabil diese lagen war es mal einfacher und mal etwas schwieriger. Aber bei diesem Pfützchen konnte nun wirklich nichts passieren. Rücksichtsvoll wie ich nun man bin, habe ich mich aber dennoch mal umgeschaut *gg*

 

Noch 2h bis zur Wiesbadener Hütte
Auch heute standen wir mal wieder auf Kriegsfuß mit den Wegweisern - noch 2h zur Wiesbadener Hütte ... das konnte doch nicht sein. Die Motivation war nicht mehr bei allen so verdammt groß - aber da mussten wir nun durch.
Landesgrenze Tirol / Vorarlberg

 

Noch 50min zur Wiesbadener Hütte
Nach einem kurzen Regenschauer und einem Stück, was vor allem Vanessa viel Überwindung des eigenen inneren Schweinehundes bedeutete, waren es noch immer 50min zur Wiesbadener Hütte ... das konnte doch nicht sein ....

 

Noch 40min bis zur Wiesbadener Hütte
... und nach 20min leichtem Abstieg noch immer 40min bis zur Hütte. Wer auch immer die Zeiten festgelegt hat, war um einiges schneller als wir unterwegs.

 

Gletscher am Piz Buin
Beeindruckend war der Gletscher am Piz Buin - das entschädigte für die lange Tour

 

Gletscher am Piz Buin
... und hier noch mal eine etwas andere Perspektive und Aufnahme von diesem beeindruckendem Gletscher.

 

Almwiesen und im Hintergrund der Gletscher Piz Buin
Foto über Almwiese und im Hintergrund ist der Gletscher am Piz Buin zu sehen

 

Endlich - die Wiesbadener Hütte am Piz Buin
ENDLICH - sie war da ... hinter den 7 Bergen (eigentlich eher kleine Hügel) kam sie endlich zum Vorschein - unser Etappenziel: die Wiesbadener Hütte. Das wir von hier aus so einen fantastischen Blick auf den Gletscher haben würden, wussten wir vorher nicht und waren begeistert.

Wir waren wirklich alle sehr froh endlich die Hütte erreicht zu haben und das so gut wie ohne Regen. Die Hütte war gut besucht und auf der Terrasse saßen einige, die die Aussicht auf den Gletscher genossen. Uns zog es zunächst nach drin und vor allem hin zu einem erfrischenden Getränk. In der Hütte wurden wir von einem – so eine Person habe ich noch nie getroffen – unübertroffen freundlich und positiv gestimmten Mädel begrüßt und in alles eingewiesen. Wir hatten uns diesmal entschieden von der gebuchten Halbpension abzuweichen und doch von der Karte zu bestellen. Preislich zwar etwas teurer, aber irgendwie wollten wir heute individuell speisen.
Zunächst haben wir kurz unser Zimmer in der 1. Etage bezogen und dann unten die Getränke bestellt und genossen. Als Krönung gab es einen Kaiserschmarn – wirklich unglaublich gut. Dann hieß es duschen und hier gab es im Waschraum 4 Duschkabinen mit je 1,00 € für 1,5min duschen … ich habe mir gleich 3min gegönnt 😉
Danach war Essen angesagt und das hat wirklich sehr gut geschmeckt – aber irgendwie schmeckt das Essen auf den Hütten immer gut. Liegt aber vermutlich weniger an der Kochkunst, als mehr an der körperlichen Aktivität des Tages und der Höhenluft … oder an beidem 😉

Zum Ausklang des Abends hieß es dann wie üblich Karten spielen und sich unterhalten und dabei das ein oder andere Bier und oder Schnapps …
 

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Kommentare

wirwollenreisen
Antworten

Hey Tino!

Was für wundervolle Bilder 🙂
ich liebe ja Tirol und das Paznaun- und Ötztal sind besonders schön! Wundervolle Wanderrouten und so eine Hüttentour hat auch was.. super weiter so! Besuch doch mal das Ramolhaus von Obergurgl aus

Tino
Antworten

Hi, danke für die Blumen 😉 Ich liebe Hüttentouren in den Alpen – im Ramolhaus war ich selbst glaube noch nicht, aber ich werde es mir mal vormerken. Wenn mein Sabbatical vorbei und ich von meiner Weltreise wieder zurück bin, werde ich verstärkt wieder kleinere Touren in Europa machen und Hüttentouren in den Alpen müssen einfach sein ! 😉

Viele Grüße aus Belize nach Österreich
Tino

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