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Für zwei Tage Osaka Unlimited Pass gekauft – musste also noch mal los

Eines war mir schon am Donnerstag Abend oder besser in der Nacht bewusst: wenn ich bis 4 Uhr morgens wach bin, stehe ich unmöglich bereits 8 Uhr für einen anstrengenden Sightseeing-Tag auf. Es war mir klar, aber dennoch habe ich mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt – vorsorglich aber auch gleichzeitig das Schild „Please do not disturb“ (bitte nicht stören) vor meine „Kabine“ gehangen. Und was soll ich sagen, der Wecker klingelte 8 Uhr und ich habe ihn großzügig auf 10 Uhr vorgestellt. Warum eigentlich nicht gleich?

Damit war auch klar, das Programm für diesen Tag musste mal wieder gekürzt werden. Ich hatte mir am Vortag ja eine „Touristenkarte“ (den Osaka Unlimited Pass) gekauft und auch da schon nur einen Bruchteil der Möglichkeiten tatsächlich genutzt: Mit der Touristenkarte Osaka erkundet. Aber immerhin will ich hier auch keinen Marathon abhalten und die Erholung sollte nicht zu kurz kommen – es ist ohnehin viel zu heiß als das man den ganzen Tag von einer Attraktion zur nächsten rennen könnte 😉

Mein Tagesprogramm beschränkte sich nun darauf die „Bay Area“ – also das Gebiet rund um den Hafen – zu erkunden. Dazu habe ich die Nanko Port Town Line genommen. Diese fährt nämlich oberirdisch und man kann somit bei der Fahrt schon das Gebiet besichtigen. Ehrlich gesagt gab es aber nicht so viel zu sehen … aber besser oberirdisch wenig sehen, als unterirdisch gar nichts 😉 Danach sah mein Programm wie folgt aus: … Erfahre mehr

Mit der Touristenkarte Osaka erkundet

Angekommen bin ich in Osaka ja nun schon gestern – allerdings hielten sich meine Aktivitäten an diesem Tag stark in Grenzen bzw. beschränkten sich auf die Erkundung der Gegend rund um das Hotel (übrigens ein Kabinenhotel, d.h. ich habe kein eigenes Zimmer, schlafe aber auch nicht in einem klassischen Mehrbettzimmer und auch nicht in einer „Kapsel“, sondern habe eine kleine Kabine in der Größe von schätzungsweise 6qm mit einem Vorhang davor).

Irgendwie bin ich heute Morgen auch nicht aus dem Bett gekommen. Somit fing mein Tag recht spät, eigentlich mal wieder viel zu spät für einen eigentlich geplanten Erkundungstag. Dann hatte ich auch noch im Touristenguide (gratis erhältlich an den Touristenbüros hier in Osaka und ausnahmsweise mal sogar recht gut und informativ und nicht wie häufig nur mit Werbung vollgestopft) gelesen, dass es einen „Osaka Unlimited Pass“ gibt. Der kostet für einen Tag 2.000 JPY und 2 Tage 2.700 JPY und beinhaltet alle U-Bahnlinien in der Stadt, kostenfreien Eintritt zu 28 Attraktionen und Rabatt für ein paar weitere. Nun ist das mit solchen Pässen immer so eine Sache und immer die Frage, ob sie sich finanziell wirklich rentieren. Sind nicht häufig die enthaltenen Attraktionen eher B und C Attraktionen, die man sich sonst nicht angeguckt hätte. In diesem Fall würde ich aber auf nein gehen und behaupten, für meinen eigentlich nur halben Tag, hat sich das Ticket schon gerechnet. Wie Ihr im Video sehen könnt, habe ich folgende Stationen besucht:

  • Osaka-jo bzw. das Schloss von Osaka (Osaka Castle): das wohl bekannteste Bauwerk in Osaka und in der Tat recht beeindruckende Anlage. Tatsächlich ist eher die Anlage, als das Gebäude beeindruckend und das vor allem wegen der Größe und der vielen und vor allem dicken Mauern. Das Schloss selbst ist ein Museum dessen Eintritt normalerweise 600 JPY gekostet hätte; Einlasszeiten: 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Fahrt mit dem Osaka Sujiyo Bus was eigentlich gar kein Bus, sondern ein Schiff ist (deswegena auch Aqua-Liner genannt): die Ablegestation liegt direkt vor dem Schloss und ich bin zwei Stationen gefahren. Der Preis hierfür ist im Touristenpass allerdings nicht enthalten und schlug mit 800 JPY für die 25minütige Fahrt zu buche. Alternativ kann man auch die U-Bahn nehmen – viel zu sehen gab es nämlich tatsächlich nicht.
  • Osaka Science Museum: hier war ich enttäuscht und begeistert gleichzeitig. Leider ist es nicht sehr informativ, da alle Infotafeln ausschließlich in japanisch sind und nur hier und mal etwas in englisch beschriftet ist. Jedoch ist es DAS perfekte Ziel mit Kindern. Es gibt hier verdammt viel zu sehen, zu probieren, zu testen, zu spielen und zu entdecken – jeder Physiklehrer wäre begeistert solche Möglichkeiten mit im Unterricht zu nutzen. Eintritt von 9:30 bis 19:00 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenkarte: 400 JPY
  • Schlendern in und rund um die Osaka Station bzw. Umeda Station: das sind zwei direkt angrenzende Bahnhöfe und in, um, auf, unter und über diesen gibt es neben vielen Menschen auch viele Geschäfte. Besonders beeindruckt war ich von einem auf 6 Etagen verteilten riesigen Elektronikkaufhaus – ich glaube hier hätte ich Stunden verweilen können … sofern man nichts kauft tatsächlich kostenlos 😉
  • HEP FIVE Ferris Wheel: das ist ein rotes Riesenrad mitten in oder auf einem Einkaufscenter (HEP FIVE) mit „fashion and gourmet“ Shops. Es ist aufgrund der getönten Scheiben leider nichts zum Foto machen, aber auf der knapp 15 minütigen Fahrt kann man die Aussicht genießen. Einlass: 11:00 bis 21:00 Uhr; Preis ohne Touristenpass 500 JPY
  • Umeda Sky Tower mit dem Floating Garden Observatory: das Gebäude selbst konnte ich aufgrund der vielen anderen Gebäude drumherum und auch Baustellen, Kabel etc. nicht so schön fotografieren. Es ist ein modernes Gebäude und der Lonly Planet beschreibt es als „The twin-tower complex looks like a spaceage version of Paris‘ Arc de Triomphe“ und dem kann ich nur zustimmen. Die Wartezeit (ca. 15min) in dem viel zu warmen Gang (und es war schon 21 Uhr – möchte nicht wissen, wie das bei Sonneneinstrahlung ist) war nervig, aber die Aussicht von oben und Architektur des Aussichtsbereiches (vollkommen offen und ohne Scheiben) hat sich wirklich gelohnt. Einlass: 10:00 Uhr bis 22:30 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenpass: 700 JPY

… dazu noch ca. 4mal mit der U-Bahn gefahren, was schätzungsweise insgesamt 800 JPY gekostet hätte. Wenn ich das HEP FIVE Ferris Wheel mal weg lasse (was nett war, aber ohne Touristenpass nicht auf meiner Must-See-Liste stand), komme ich auf Kosten von 2.500 JPY … also nicht viel günstiger, aber schon mal nicht teurer und es kommt noch ein Tag 2. Wenn ich jedoch nicht den halben Tag vertrödelt hätte und noch 2 bis 3 Punkte mehr auf meiner eigentlichen Liste auch besucht hätte, wäre eine große Ersparnis schon am ersten Tag da. Gerne gesehen hätte ich heute nämlich noch

  • Tombori Riber Cruise: Bootstour durch Minami; halbstündlich zwischen 13 und 21 Uhr (Normalpreis: 700 JPY)
  • Tsutenkaku Tower: auch „Naniwa’s Eiffel Turm“ genannt; Aussichtsturm; 9 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Shitennoji Temple: 8:30 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Besuch einer der enthaltenen Onsen (Normalpreis ca. 700 JPY)

Morgen steht auch wieder verdammt viel auf meiner Liste – bin mal gespannt, ob und was ich davon tatsächlich schaffe … nachdem es hier bereits wieder 04:00 Uhr ist, wird das mit 08:00 Uhr Aufstehen wohl sicher wieder nichts 😉

 

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