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Für zwei Tage Osaka Unlimited Pass gekauft – musste also noch mal los

Eines war mir schon am Donnerstag Abend oder besser in der Nacht bewusst: wenn ich bis 4 Uhr morgens wach bin, stehe ich unmöglich bereits 8 Uhr für einen anstrengenden Sightseeing-Tag auf. Es war mir klar, aber dennoch habe ich mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt – vorsorglich aber auch gleichzeitig das Schild „Please do not disturb“ (bitte nicht stören) vor meine „Kabine“ gehangen. Und was soll ich sagen, der Wecker klingelte 8 Uhr und ich habe ihn großzügig auf 10 Uhr vorgestellt. Warum eigentlich nicht gleich?

Damit war auch klar, das Programm für diesen Tag musste mal wieder gekürzt werden. Ich hatte mir am Vortag ja eine „Touristenkarte“ (den Osaka Unlimited Pass) gekauft und auch da schon nur einen Bruchteil der Möglichkeiten tatsächlich genutzt: Mit der Touristenkarte Osaka erkundet. Aber immerhin will ich hier auch keinen Marathon abhalten und die Erholung sollte nicht zu kurz kommen – es ist ohnehin viel zu heiß als das man den ganzen Tag von einer Attraktion zur nächsten rennen könnte 😉

Mein Tagesprogramm beschränkte sich nun darauf die „Bay Area“ – also das Gebiet rund um den Hafen – zu erkunden. Dazu habe ich die Nanko Port Town Line genommen. Diese fährt nämlich oberirdisch und man kann somit bei der Fahrt schon das Gebiet besichtigen. Ehrlich gesagt gab es aber nicht so viel zu sehen … aber besser oberirdisch wenig sehen, als unterirdisch gar nichts 😉 Danach sah mein Programm wie folgt aus: … Erfahre mehr

Kobe, gibt es hier mehr als Rind?

Kobe – woher kenne ich den Ort bloß? Ja, wenn ich ehrlich bin kannte ich Kobe bevor ich mich mit meiner Japanreise beschäftigt hatte tatsächlich nur vom weltweit teuersten Rindfleisch: dem Kobe Rind (= Kobe beef). Dabei hat der Ort noch mehr zu bieten und der Lonely Planet schreibt sogar:

„… it’s one of the country’s most attraktive cities. It’s also one of the country’s most cosmopolitan places …“

(Quelle: lonely planet, 12th edition)

Damit war eines klar, ich muss nach Kobe. Entgegen meiner ursprünglichen Planung bin ich jedoch nicht über Nacht dort geblieben, sondern hatte mich für einen Tagesausflug von Osaka aus entschieden. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen war letzte Woche eine sehr beliebte Urlaubswoche der Japaner und somit viele Unterkünfte einfach ausgebucht oder überteuert und zum anderen hatte ich mich inzwischen etwas genauer mit Artikel aus anderen Reiseblogs beschäftigt und bin zum Entschluss gekommen, dass ein Tag ausreichend wäre.

Die Fahrt von Osaka nach Kobe ist zudem schnell und kostengünstig. Für die Fahrt von Osaka Namba Station (hier war meine Unterkunft) nach Kobe Sannoniya (mehr oder weniger der zentrale Bahnhof in Kobe) kam ich in weniger als einer Stunde und ohne Umsteigen für 400 JPY (ca. 3,00 €) zum Ziel.

Direkt am Ziel bin ich zunächst zum Touristenbüro gegangen. Mit diesen hatte ich hier in Japan durchaus sehr gute Erfahrungen gemacht und das bestätigte sich hier in Kobe auch wieder. Das Büro liegt auf der südlichen Seite der Sannoniya Station. Dort wurde ich kostenlos mit einem Stadtplan, ein paar Informationen und Vorschlägen für meinen Tag und sogar mit einem Gutscheinheft versorgt. So ausgerüstet konnte die Entdeckungstour durch Kobe nun starten.

Starten wollte ich direkt mit einem vorverlegten Mittagessen – natürlich Kobe beef. Zum einen war es mittlerweile bereits 11 Uhr und zum anderen bot mir das die Gelegenheit das mir ausgehändigte Material durchzulesen. Den Plan habe ich aber schnell wieder geändert, denn in dem von mir rausgesuchten Restaurant (direkt an der Sannoniya Station gelegen; natürlich gibt es mehrere, aber bei meist nur japanischer Speisekarte und der großen Anzahl von Möglichkeiten fällt die Auswahl schwer) war eine lange Warteschlange. Die geschätzte Wartezeit betrug knapp eine Stunde. Ich war froh, dass es scheinbar auch unter den japanischen Touristen beliebt ist, aber mussten die ausgerechnet heute dort essen gehen? 😉 Also direkte Planänderung – mein Tour gestaltete sich nun wie folgt: … Erfahre mehr

Mit der Touristenkarte Osaka erkundet

Angekommen bin ich in Osaka ja nun schon gestern – allerdings hielten sich meine Aktivitäten an diesem Tag stark in Grenzen bzw. beschränkten sich auf die Erkundung der Gegend rund um das Hotel (übrigens ein Kabinenhotel, d.h. ich habe kein eigenes Zimmer, schlafe aber auch nicht in einem klassischen Mehrbettzimmer und auch nicht in einer „Kapsel“, sondern habe eine kleine Kabine in der Größe von schätzungsweise 6qm mit einem Vorhang davor).

Irgendwie bin ich heute Morgen auch nicht aus dem Bett gekommen. Somit fing mein Tag recht spät, eigentlich mal wieder viel zu spät für einen eigentlich geplanten Erkundungstag. Dann hatte ich auch noch im Touristenguide (gratis erhältlich an den Touristenbüros hier in Osaka und ausnahmsweise mal sogar recht gut und informativ und nicht wie häufig nur mit Werbung vollgestopft) gelesen, dass es einen „Osaka Unlimited Pass“ gibt. Der kostet für einen Tag 2.000 JPY und 2 Tage 2.700 JPY und beinhaltet alle U-Bahnlinien in der Stadt, kostenfreien Eintritt zu 28 Attraktionen und Rabatt für ein paar weitere. Nun ist das mit solchen Pässen immer so eine Sache und immer die Frage, ob sie sich finanziell wirklich rentieren. Sind nicht häufig die enthaltenen Attraktionen eher B und C Attraktionen, die man sich sonst nicht angeguckt hätte. In diesem Fall würde ich aber auf nein gehen und behaupten, für meinen eigentlich nur halben Tag, hat sich das Ticket schon gerechnet. Wie Ihr im Video sehen könnt, habe ich folgende Stationen besucht:

  • Osaka-jo bzw. das Schloss von Osaka (Osaka Castle): das wohl bekannteste Bauwerk in Osaka und in der Tat recht beeindruckende Anlage. Tatsächlich ist eher die Anlage, als das Gebäude beeindruckend und das vor allem wegen der Größe und der vielen und vor allem dicken Mauern. Das Schloss selbst ist ein Museum dessen Eintritt normalerweise 600 JPY gekostet hätte; Einlasszeiten: 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Fahrt mit dem Osaka Sujiyo Bus was eigentlich gar kein Bus, sondern ein Schiff ist (deswegena auch Aqua-Liner genannt): die Ablegestation liegt direkt vor dem Schloss und ich bin zwei Stationen gefahren. Der Preis hierfür ist im Touristenpass allerdings nicht enthalten und schlug mit 800 JPY für die 25minütige Fahrt zu buche. Alternativ kann man auch die U-Bahn nehmen – viel zu sehen gab es nämlich tatsächlich nicht.
  • Osaka Science Museum: hier war ich enttäuscht und begeistert gleichzeitig. Leider ist es nicht sehr informativ, da alle Infotafeln ausschließlich in japanisch sind und nur hier und mal etwas in englisch beschriftet ist. Jedoch ist es DAS perfekte Ziel mit Kindern. Es gibt hier verdammt viel zu sehen, zu probieren, zu testen, zu spielen und zu entdecken – jeder Physiklehrer wäre begeistert solche Möglichkeiten mit im Unterricht zu nutzen. Eintritt von 9:30 bis 19:00 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenkarte: 400 JPY
  • Schlendern in und rund um die Osaka Station bzw. Umeda Station: das sind zwei direkt angrenzende Bahnhöfe und in, um, auf, unter und über diesen gibt es neben vielen Menschen auch viele Geschäfte. Besonders beeindruckt war ich von einem auf 6 Etagen verteilten riesigen Elektronikkaufhaus – ich glaube hier hätte ich Stunden verweilen können … sofern man nichts kauft tatsächlich kostenlos 😉
  • HEP FIVE Ferris Wheel: das ist ein rotes Riesenrad mitten in oder auf einem Einkaufscenter (HEP FIVE) mit „fashion and gourmet“ Shops. Es ist aufgrund der getönten Scheiben leider nichts zum Foto machen, aber auf der knapp 15 minütigen Fahrt kann man die Aussicht genießen. Einlass: 11:00 bis 21:00 Uhr; Preis ohne Touristenpass 500 JPY
  • Umeda Sky Tower mit dem Floating Garden Observatory: das Gebäude selbst konnte ich aufgrund der vielen anderen Gebäude drumherum und auch Baustellen, Kabel etc. nicht so schön fotografieren. Es ist ein modernes Gebäude und der Lonly Planet beschreibt es als „The twin-tower complex looks like a spaceage version of Paris‘ Arc de Triomphe“ und dem kann ich nur zustimmen. Die Wartezeit (ca. 15min) in dem viel zu warmen Gang (und es war schon 21 Uhr – möchte nicht wissen, wie das bei Sonneneinstrahlung ist) war nervig, aber die Aussicht von oben und Architektur des Aussichtsbereiches (vollkommen offen und ohne Scheiben) hat sich wirklich gelohnt. Einlass: 10:00 Uhr bis 22:30 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenpass: 700 JPY

… dazu noch ca. 4mal mit der U-Bahn gefahren, was schätzungsweise insgesamt 800 JPY gekostet hätte. Wenn ich das HEP FIVE Ferris Wheel mal weg lasse (was nett war, aber ohne Touristenpass nicht auf meiner Must-See-Liste stand), komme ich auf Kosten von 2.500 JPY … also nicht viel günstiger, aber schon mal nicht teurer und es kommt noch ein Tag 2. Wenn ich jedoch nicht den halben Tag vertrödelt hätte und noch 2 bis 3 Punkte mehr auf meiner eigentlichen Liste auch besucht hätte, wäre eine große Ersparnis schon am ersten Tag da. Gerne gesehen hätte ich heute nämlich noch

  • Tombori Riber Cruise: Bootstour durch Minami; halbstündlich zwischen 13 und 21 Uhr (Normalpreis: 700 JPY)
  • Tsutenkaku Tower: auch „Naniwa’s Eiffel Turm“ genannt; Aussichtsturm; 9 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Shitennoji Temple: 8:30 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Besuch einer der enthaltenen Onsen (Normalpreis ca. 700 JPY)

Morgen steht auch wieder verdammt viel auf meiner Liste – bin mal gespannt, ob und was ich davon tatsächlich schaffe … nachdem es hier bereits wieder 04:00 Uhr ist, wird das mit 08:00 Uhr Aufstehen wohl sicher wieder nichts 😉

 

Das Mädchen welches für 6 Minuten die Welt zum Schweigen brachte

Heute vor 21 Jahren (am 14.06.2011) hielt ein 12jähriges Mädchen namens Severn Suzuki auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro eine Rede … diese Rede brachte für 6 Minuten die Welt zum Schweigen und Nachdenken. Ich hatte dieses Video vor ein paar Jahren schon einmal gesehen und vor wenigen Tagen erneut wieder – auch wenn die Rede schon so lange zurück liegt, so hat sie leider heute noch immer ihre Gültigkeit. Jeder sollte sich dieses Video noch mal angucken und darüber nachdenken was man selbst bisher zur Behebung der angesprochenen Probleme beigetragen hat oder in Zukunft beitragen könnte ! … Erfahre mehr

Weihnachten 2012 in Kenia

Ich weiß: zu viele Charity Aktionen zur Weihnachtszeit nerven … aber es ist nun mal auch eine besondere Zeit und vor allem Kinder freuen sich darauf. Aber nicht alle Kinder freuen sich nur auf die neuesten technischen Errungenschaften. Es gibt sehr viele Kinder, die nichts haben und zu Weihnachten auch nichts Materielles bekommen werden. Glücklicherweise gibt es aber immer wieder Freiwillige, die aber dennoch versuchen aus diesen Tagen etwas Unvergessliches zu machen. Wärme, Zuneigung und Hoffnung spenden und damit in strahlende Kinderaugen blicken können.

In diesem Video zeigt eine Kanaderin, die als Freiwillige im Jahr 2011 in Kenia war, wie Sie Weihnachten in den von Children’s Hope Home e.V. unterstützen Kinderheimen in Gathiga und Kihara (unweit voneinander entfernt in Kenia) verbracht hat. Auch in diesem Jahr soll wieder ein kleines Fest stattfinden und finanzielle Unterstützung hierfür wird benötigt. Unter folgendem Link findet Ihr die Möglichkeiten zum Spenden über einen in Deutschland ansässigen Verein:

 

Vor ziemlich genau zwei Jahren war ich selbst in Kenia (siehe hier) in diesen Heimen und kann bestätigen, dass etwas mehr Unterstützung immer gebraucht wird und auch ankommt. Ich habe damals auch mit geholfen einen kleinen Brief für alle Unterstützer zu erstellen und zu versenden. Da ich vor Weihnachten aber bereits wieder zurück nach Deutschland geflogen bin, habe ich das Fest selbst leider nicht mitbekommen. Wenn ich mir das Video aber angucke, verpasst man da scheinbar wirklich was. Spaß, Freude, Herzlichkeit und strahlende Augen bei Groß und Klein … sollte das zu Weihnachten nicht auch so sein? … Erfahre mehr

Where the Hell is Matt?

Sehr schönes Video von Matt, der 2003 seinen Job in Brisbane (Australien) gekündigt hat und seit dem quer durch die Welt reist. Anstatt langweilige Fotos zu machen, hat er begonnen an den Plätzen mal alleine und mal mit Zuschauern zu tanzen. Das hat er in dieses beeindruckende Video gepackt. In 2006 wurde ihm wegen seinem Tanzvideo sogar seine 6 monatige Reise durch 39 Länder bezahlt … „bezahltes“ Reisen, nicht schlecht !

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