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Puerto Varas: eine ehemalige deutsche Kolonie in der Seenregion von Chile

Bis zu meinem Aufenthalt in Valparaíso war ich unentschlossen, ob ich in den Süden reisen sollte oder nicht und wenn ja wie weit. Der Süden von Chile sei der schönste Teil und zugegeben reizt mich die Bergwelt sehr und die vielen Fotos und Reiseberichte über Patagonien, Feuerland, Punte Arenas und insbesondere auch den Torres del Paine sind unglaublich schön. Aaaaber mich reizt mehr die Wüste von Atacama (Berge gibt’s auch in der schönen Schweiz 😉 ) und um den Norden und Süden zu genießen fehlt mir einfach zu die Zeit.

Entschieden habe ich mich dann für einen kleinen Kompromiss und einen Flug in die Seenregion nach Puerto Montt gebucht. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter nach Puerto Varas; eine ehemalige deutsche Kolonie am See Llanquihue. Der Llago Llanquihue ist der zweitgrößte See von Chile. Hier wollte ich sehen, wie viele deutsche Spuren es noch gibt und wollte vor allem die Gegend um den Llanquihue-See und den Vulkanen Osorno und Calbuco genießen. Leider machte mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung und anstatt die schimmernde Wasseroberfläche des Llanquihue mit den schneebedeckten Vulkanen Osorno und Calbuco im Hintergrund war es eher grau und verregnet. Am Tag nach meiner Ankunft wurde aber das Wetter leicht besser und so konnte ich immerhin eine kleine Radtour am See entlang (alles andere als einfach dank einem auf und ab und Gegenwind) nach Frutillar machen.

Am darauffolgenden Tag blieb dann der Regen vollständig aus und die Sonne konnte sich hier und den Weg durch die Wolken frei machen. So nutzte ich diesen Tag und fuhr mit dem Bus knapp 1,5 Stunden in Richtung Petrohue, wo ich zunächst die Wasserfälle „Saltos del Petrohue“ und das wirklich schön türkisfarbene Wasser genoss und mich dann zu einer kleinen Wanderung weiter direkt nach Petrohue machte. Mir war es leider nicht gegönnt einen völlig wolkenfreien Blick auf den Vulkan zu genießen, aber nach den vorherigen Tagen war ich schon sehr zufrieden. Die Wanderpfade sind wirklich sehr schön und bei gutem Wetter muss man einen fantastischen Blick auf den Vulkan Osorno und den See „Lagos Todos los Santos“ haben.

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Am Tag meiner Abreise wurde das hatte die Sonne den Kampf gegen die Wolken gewonnen und sie zunehmend vertrieben … ich war mir nun sicher, dass diese Region bei Sonne in jedem Fall eine Reise wert ist.
Meinen letzten Tag hier habe ich dann teilweise in Puerto Varas und einige wenige Stunden auch an der Strandpromenade in Puerto Montt (viel mehr gibt es dort glaube auch nicht zu sehen). Am späten Nachmittag ging es dann ab zum Flughafen und auf in Richtung Santiago de Chile.
auch einen Ausflug nach Petrohue und dem Lago Todos los Santos machen und dort mich auf eine kleine Wanderung begeben.

Fazit: Sofern möglich, mach Deine Reise in diese Region vom Wetter abhängig 😉 Bei Regen kann man leider nicht sehr viel unternehmen. Ist es aber trocken und sogar sonnig, ist es sicher traumhaft hier. Mit Radfahren, Wandern, Angeln, Bootfahren und Kayak-Fahren kann man hier schon einiges unternehmen und den Großteil auch alleine bzw. in selbst organisierten Gruppen. Natürlich gibt es auch jede Menge Anbieter für diverse Aktivitäten.

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