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Reise nach Newquay – ein Abenteuer (Tag 01)

Unser Tag begann heute Morgen früh – verdammt früh und vor allem für mich auch nach einer sehr kurzen Nacht: fertig gepackt und im Bett lag ich gegen 02:45 Uhr und der Wecker hat gegen 05:00 Uhr geklingelt – viel Schlaf war also nicht. Aber egal – es ging in den URLAUB :)))

Marcel und Vanessa standen natürlich pünktlich vor meiner Tür und so hieß es ab zum Bahnhof, von dort mit dem Zug nach Frankfurt, rein in den Flieger und Abflug nach London. Das hat alles problemlos geklappt und ich war – mehr oder weniger – hellwach. In London angekommen stellten wir (nicht zum letzten Mal an diesem Tag) fest wie planlos wir doch losgefahren sind. Wie kommen wir denn jetzt eigentlich von London nach Newquay? Ich hatte mir nur aufgeschrieben entweder 09:11 Uhr oder wenn wir die nicht schaffen 11:11 Uhr mit einer Verbindung – aber immerhin zwei mal umsteigen und mit welchem Verkehrsmittel und/oder Richtung???? Ab zur Information, die uns auch weiterhelfen konnte: mit dem Zug / S-Bahn nach Peddington.

Dort angekommen haben wir uns durch das sehr merkwürdige System gekämpft. Zunächst die Tickets für teuere 54 Pfund (hätten wir doch mal vorher gebucht) und nun wollten wir noch die Verbindung bzw. Abfahrt wissen … gar nicht so einfach hier. Also mal wieder zur Information und erfahren, dass vor 10min der Zug abgefahren sei und wir nun 2 Stunden Zeit hätten – der nächste würde erst 12:06 Uhr abfahren. Naja, wir waren hungrig und wollten ein Kaffee … und bei zwei Stunden könnten wir außerhalb des Bahnhofs sicher etwas finden – dachten wir … wir „irrten“ zunächst 30min mehr oder weniger planlos umher, saßen auch schon in einer Kneipe aus der wir dann doch wieder raus sind und sind letztendlich in einem kleinen, aber von vielen Einheimischen besuchten Kaffee gelandet. Hier gab es nun original English Breakfast … hmmmm, lecker 😉

Nun aber schnell zum Zug. Wir hatten uns anfangs gewundert, warum die Leute häufig zu den Zügen rannten – als unserer dann da war wussten wir es: sie sind brechend voll. Wir ahnten es schon beim Weg zum Wagon, aber wollten es nicht so richtig wahr haben. Irgendwas musste doch frei sein. Leider Fehlanzeige. Scheinbar sämtliche Plätze in diesem Zug waren reserviert – und was hatten wir? Richtig – KEINE Reservierung. Das bedeutete über 5h stehen bzw. im Gang (übrigens um einiges enger, als in einem ICE). Ich war einmal mehr davon überzeugt: Komfort, Schnelligkeit und Information sind bei der Deutschen Bahn nicht sonderlich gut, aber im Vergleich zu anderen Bahnen ein Traum.

Wir wechselten uns mit mehreren anderen Passagieren nun also mit stehen und sitzen im Gang ab. Irgendwie hatten wir uns unsere Anfahrt entspannter vorgestellt. Von der Landschaft sahen wir leider auch nicht viel – davon aber jede Menge Körperkontakt zu übergewichtigen Engländern und anderen Passagieren. Ein Traumstart in den Urlaub 😉

Dem Ganzen wurde aber sogar noch eines drauf gesetzt: in Par mussten wir aus- bzw. umsteigen (was auch eher der Aufmerksamkeit von Vanessa zu verdanken war, denn ich war der Meinung wir fahren durch und habe die Ansagen „ignoriert“). Mit uns ist aber der halbe Zug ausgestiegen. Und das Publikum: fast alles Jugendliche und jung gebliebene (oder welche die sich dafür hielten). Das was sie auf dem Rücken trugen waren keine Rücksäcke zum Wandern sondern Rucksäcke, Schlafsack und Isomatte für ein Festival. Was für ein Glück: im kleinen Städchen Newquay ist dieses WE ein Festival … wir hatten also alle den gleichen Weg. So viele, dass die kleine Bahn von Par nach Newquay völlig überfüllt war und wir auf einen Bus warten mussten. Aber alle inklusive uns nahmen es gelassen und wir hatten uns auch notfalls auf ein Festival und überfüllte Unterkünfte eingestellt.

Es stellte sich aber heraus, dass das Festival etwas außerhalb war und die Meute also von Newquay weiter musste. Wir waren irgendwie wenig motiviert und entschieden uns für so ziemlich die erste Unterkunft die wir sahen: Griffin Inn

… und bei Check-In erfuhren wir, dass auch dieses WE noch Hafenfest ist. Also rauf auf die Zimmer, umgezogen und los ging es – leider war das wohl aber eher vom Nachmittag und abends war eine Veranstaltung für die ältere Generation. Frischer Fisch war auch Fehlanzeige. Also wieder zurück und hier gab es auch einen gut besuchten Laden und wir haben und Fish & Chips gegönnt, auf der Suche nach einer Bar eine kleine Stadttour gemacht und auch durchaus schöne Ausblicke genossen.

Letztendlich haben wir unser Abschlussbier in der Kneipe unter unserem Hotel genossen. Ein anstrengender, aber schöner Tag geht nun also zu Ende …

… und ab morgen werden wir schön den Wegen mit diesem Schild hier folgen:

Fotos vom heutigen Tag

 

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Kommentare

Carmen
Antworten

Lieber Tino,
Ich bin so froh, das du uns live von eurem Urlaub berichtest. Für uns Daheimgebliebene eine tolle Sache. Und der erste Tag hatte es schon in sich, aber echt zum kringeln…bleibt tapfer und standhaft, es verspricht ein toller Urlaub zu werden, viel Spaß, Carmen

Tino
Antworten

Gerne doch! Leider gibt es nicht überall Internetanschluss … deswegen auch nicht jeden Tag ein eigener Bericht – aber wir tun, was wir können. LG von uns 3 !

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