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Santiago de Chile mit dem Fahrrad erkunden

Auf meiner Reise durch Mexiko vor zwei Jahren lernte ich Sebastian kennen. Wir teilten uns damals ein Dorm-Room und waren mehr oder weniger auch die einzigen Gäste in diesem Hostel. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt kein Spanisch konnte und er so gut wie kein Englisch war die Kommunikation wirklich schwierig – dank Übersetzungshilfen im Internet und Wörterbuch hat es aber dann irgendwie geklappt. Als er mir von seinem Vorhaben erzählte Teotihuacan – die Stadt der Götter zu besuchen, schloss ich mich doch glatt an. Über Facebook hatten wir uns dann vernetzt, kurz Fotos ausgetauscht und hin und wieder mal geschrieben. Da er aus Chile kam, kontaktierte ich ihn kurz vor meiner Reise mit der Frage nach ein paar Tipps. Er bot mir auch an mich abzuholen und auf seiner Couch zu übernachten – welch Luxus 🙂 … damit war mein Einstieg in Santiago de Chile mehr als einfach.

Mit dem Fahrrad Stadt und Natur genießen
Mit dem Fahrrad Stadt und Natur genießen

Mein Flug landete bereits früh morgens in Chiles Hauptstadt. Dort holte mich Sebastian ab, wir fuhren mit dem lokalen Bus bis zur Station Pajaritos und von dort aus mit der Metro weiter. Sebastian hatte auch ein Fahrrad für mich organisiert und so zeigte er mir am Nachmittag seine Stadt. Abends kamen Freunde von ihm vorbei, es der traditionelle Pisco Sour getrunken (und davon nicht wenig) und danach sind wir feiern gegangen. Bis morgens 5 Uhr waren wir unterwegs und ich war über mich selbst überrascht, wie das nach dem langen Flug und meiner Erkältung geklappt hat – beim Feiern kommen doch immer wieder verborgene Energiereserven bei mir auf 😉

Am Sonntag stand dann eine Radtour zum Cerro San Cristobal – ein Hügel mitten in der Stadt an. Wie in vielen südamerikanischen Großstädten sind sonntags einige Straßen für Autos gesperrt und gehören Fußgängern, Radfahrern, Inlinern und dem ein oder anderem Selbstdarsteller. Insgesamt sind die sonst von Autos überfüllten Innenstädte angenehm leer und ruhig und damit empfiehlt es sich sehr diesen Tag auch in der Stadt zu nutzen und zu genießen. Ich habe es getan und gerade auf dieser Tour zum / auf / um Cerro San Cristobal ist sehr zu empfehlen. Man einen tollen Blick über die Stadt und die angrenzenden Berge.

Fazit: Wähle für Deinen Besuch in Santiago de Chile möglichst ein Wochenende und leihe Dir ruhig ein Rad aus und erkunde die Stadt. Es gibt auch einen 42km langen Radweg raus aus der Stadt in die Berge. Die Gegenden Lastarria, Bellavista und Providence solltest Du auch zu Fuß erkunden und gerade in Bellavista gibt es eine Anhäufung an Streetart, Galerien, Bars und Restaurants … abends ist hier bis in die frühen Morgenstunden einiges los.

Kommentare

Marion
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Hallo Tino,
ich bin begeistert und vergesse beim Lesen deiner Artikel, was eigentlich heute mein Tagesziel war. Aber zu lesen und zu sehen, wie schön es doch auch in anderen Ländern ist, die bisher für uns unerreichbar waren, lässt mich neue Energie schöpfen. Man könnte ja auch selbst neue Reisepläne schmieden.
Ich freu mich schon auf die nächsten Artikel.

Tino
Antworten

Hi Marion, freut mich zu lesen – werde mir auch weiterhin Mühe geben. Wobei ich in der Atacama Wüste knapp 2000 Fotos gemacht habe und mir die Auswahl schwer fällt – wird wohl etwas dauern 😉 Aber morgen sitze ich 10-12h im Bus über die Anden nach Argentinien – vielleicht ist mir ja nicht ganz so schlecht und ich kann was machen 😉

LG
Tino

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