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Seoul – ein fast perfekter Start meiner Weltreise

Laaange musstet Ihr warten – hier ist er nun: mein erster Artikel während der Reise … nachdem ich nun ja doch schon seit einigen Tagen unterwegs bin, möchte ich nun endlich auch ein paar Zeilen zum Start und insbesondere auch zu meinem ersten Reiseziel schreiben. Wer nur an Fotos interessiert ist, kann direkt zu Seite 3 wechseln 😉

Die letzten Vorbereitungen

Wie ich auch schon geschrieben habe, waren die letzten Tage vorm Start nicht wirklich sehr entspannend. Vor allem den Aufwand für das Einlagern meiner Wohnung (und dann musste ich nicht mal die Möbel auseinander bauen) hatte ich stark unterschätzt. In mehr als 10 Jahren in einer Wohnung sammelt sich schon so einiges an. Ich musste allein 3mal zum Recycling-Hof fahren – von vielen Dingen konnte ich mich ohne Probleme verabschieden. Vieles habe ich auch verschenkt oder gespendet. Zum Einlagern habe ich mich für einen Lagerraum mit ca. 2qm Fläche entschieden. Auf 2,70m Höhe konnte ich hier stapeln und was soll ich sagen: ich habe jeden cm3 gebraucht 😉

Wirklich dankbar bin ich über die viele Hilfe die mir angeboten und die ich teilweise auch in Anspruch genommen habe. Ohne das hätte es wirklich nicht geklappt. Direkt am Tag meines Abflugs war ich mit Unterstützung meiner Eltern eigentlich bis zur letzten Minute mit Einlagern und säubern beschäftigt. Eigentlich sogar länger als bis zur letzten Minute – denn anstatt wie geplant 16 Uhr starteten wir erst gegen 17 Uhr in Richtung Frankfurt … nun durfte aber wirklich kein Stau oder ähnliches dazwischen kommen 😉

Auf Wiedersehen Deutschland – 안녕하세요. Seoul

Der A380 von Korea Air ... ein tolles Flugzeug
Der A380 von Korea Air … ein tolles Flugzeug

Mein Abflug in Frankfurt war wie geschrieben für 18:55 Uhr angesetzt. Ursprünglich wollte ich auch alleine nach Frankfurt fahren um mir den großen Abschied zu ersparen. Daraus wurde dann jedoch nichts. Aus einem ICH fahre Dich zum Flughafen wurde ein WIR verabschieden Dich am Flughafen. Wie das auch immer bei mir ist, mit rechtzeitig am Flughafen zu sein um noch das ein oder andere Wort zu wechseln und nicht gleich vom Check-In zum Boarding zu rennen wurde leider nichts. Ankommen, Tasche abgeben, Verabschiedung und dann direkt zur Sicherheitskontrolle und Boarding. Ich habe mich letztendlich wirklich gefreut nicht alleine am Flughafen zu sein. Das Gefühl Familie und Freunde hinter sich zu wissen ist unbeschreiblich schön und hat mir den Abschied auch nicht leicht gemacht. Nicht nur am Flughafen, sondern auch jetzt beim Schreiben dieser Zeilen habe ich das ein oder andere Tränchen in den Augen … und wie ich gesehen habe, ging es beim Abschied nicht nur mir so 😉

Beim Check-In wurde mir schon mitgeteilt, dass eine Einreise nach Neuseeland ohne Rück- oder Weiterflugticket nicht möglich sei. Da hat sich Tino aber mal wieder perfekt vorher informiert. Ich war noch recht entspannt, da ich ja noch 3 Tage in Seoul Zeit hatte. Allerdings war ja mein Plan erst mal in Neuseeland zu gucken wie es so ist und mich dann für den Termin und das nächste Ziel entscheiden – nun gut, dann musste es eben früher sein. Beim Boarding wurde ich dann nochmal rausgezogen und musste ein Formular unterschreiben, dass ich über das notwendige Ticket informiert wurde – andernfalls würde ich auf eigene Kosten direkt wieder zurück geschickt. Damit fing die Reise ja sehr gut an …

Schon im Flugzeug gab es koreanisches Essen: Bibimbap
Schon im Flugzeug gab es koreanisches Essen: Bibimbap

Der Flug von Frankfurt nach Seoul war mit Korean Air in einem neuen A380 – ein beeindruckend großes Flugzeug mit jeder Menge Platz und Komfort auch im Economy Bereich. Leider hatte ich keine Chance den Business und First Class Bereich zu sehen – hätte mich ja schon mal interessiert. Aber vielleicht bietet sich bei den nächsten Flügen ja noch mal die Gelegenheit. Ich hatte mich über die Abflugzeit am Abend sehr gefreut und dachte nicht zuletzt wegen den schlaflosen Nächten der Vortage (nein, nicht wegen Aufregung, sondern weil noch gepackt werden musste) könnte ich gut schlafen. Leider Fehlanzeige. Anstatt Schlaf habe ich das Geschrei eines Kleinkindes schräg vor mir „genossen“. Ich hatte leider keine Oropax im Handgepäck und so laut konnte man auch das Entertainment System nicht drehen, dass man das Geschrei nicht gehört hätte – abgesehen davon, dass ich dann auch nicht hätte schlafen können. Nun gut, der Flug ging dennoch ohne Probleme und gefühlt sehr schnell rum – ca. 3h Schlaf waren gestückelt auch drin. Zum Abendbrot gab es zuvor gleich mal eines der in Südkorea beliebten Gerichte: Bibimbap (sehr lecker).

Collage Seoul
Kleine Collage einiger Eindrücke in und aus Seoul

Mein Aufenthalt in Seoul

Bei der Ankunft in Seoul war ich zunächst überrascht und erfreut wie schnell und problemlos es am Flughafen alles klappte (in Auckland sollte ich das Gegenteil dann erleben). Der Flughafen war groß, hell und alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Größte Freude empfand ich bei der Feststellung: WLAN ist mit guter Verbindung am ganzen Flughafen kostenlos … PERFEKT ! Etwas verwundert war ich über die Währungsangaben – das war hier alles so ausgeschildert, als ob es 3 Stellen hinter dem Komma gibt … jedoch war das nur das Tausenderzeichen und anstatt dem Punkt wie bei uns verwendet man auch hier das Komma. Vom Flughafen aus ging es in einer sehr steril wirkenden U-Bahn in ca. 45min zu meiner Zielstation: Hongik University Station. Hier hatte ich über www.couchsurfing.com in der Nähe eine private Unterkunft organisiert. Vom „Vermieter“ Rick wurde ich hier auch abgeholt. Das ging alles sehr unbürokratisch und hat perfekt geklappt. Rick ist ein ca. 30jähriger Südkoreaner, der selbst schon jede Menge in der Welt gesehen hat. Er ist gerade dabei sein eigenes Hostel in Südkorea aufzubauen – und in diesem konnte ich kostenlos übernachten.

Sozialraum im Hostel
Noch sehr improvisiert, aber irgendwie auch gemütlich und besonders der Aufenthaltsraum im Hostel in Seoul … wurde gerade „aufgebaut“

Kostenlos deswegen, weil er noch im Aufbau war und das ein oder noch nicht so perfekt war, wie er sich das vorstellt. Zugegeben war ich beim Betreten des geplanten Hostels vorsichtig gesagt etwas enttäuscht. Es ging ein paar Etagen hinunter in eine Souterrain-Wohnung mit 2 Zimmern, Küche und Bad. In einem Zimmer stehen 6 wirklich perfekte Backpacker-Betten (breit, mit Vorhang, gute Matratzen) und eines soll mal der Aufenthaltsraum werden. Bei meiner Ankunft bestand dieses jedoch zunächst nur aus einem Couch-Bett und einen kleinen Stuhl auf dem der WLAN-Router stand. Die Küche war gut und ausreichend ausgestattet und insgesamt war alles sehr sauber … klar; war ja neu und ich war der 2. Gast überhaupt. Gewonnen musste ich mich allerdings erst mal an das Bad. Hier gibt es nicht wie bei uns eine getrennte Dusche, sondern das Bad ist die Dusche. Das heißt man könnte morgens theoretisch alles gleichzeitig machen: auf der Toilette sitzen, Zähne putzen und duschen 😉

Kommentare

Tino
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Achso, warum eigentlich nur „fast“ perfekt? Es war mir einfach zu kalt 😉

Tino
Antworten

Was hat es mit der Puffbohne auf sich? Ich bin in Erfurt geboren und aufgewachsen und uns Erfurter nennt man auch „Puffbohnen“ … mehr dazu kann man hier nachlesen http://www.erfurt.de/ef/de/entdecken/tradition/puffbohne/ … zugegeben ist sie etwas hässlich und nicht unbedingt auf den ersten Blick als solche zu erkennen, aber man muss seinen Fotos schon eine eigene Note verleihen 😉

Martin
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Hallo Weltenbummler,
es ist schön deine Berichte zu lesen und irgendwie ist man im Geiste bei dir. Viel Spaß bei deinen nächsten Zielen!
P.S. Schön, dass die „Puffbohne“ bei dir ist. 🙂

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