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Statusupdate und der Chitwan Nationalpark im Süden von Nepal

Nachdem ich kaum – abgesehen von den wenigen Twitter-Nachrichten – über meine Zeit in Nepal berichtet habe, möchte ich dies nun schnell nachholen. Aber keine Angst, ich werde jetzt nicht 3 Wochen Tag für Tag in einem Artikel beschreiben … das ist selbst für mich zu viel Text 😉 Meine bisherige Zeit hier in Nepal kann ich eigentlich in folgende Abschnitte einteilen:

Wir haben es aber nicht aufgegeben und immer wieder Ausschau gehalten.
Ausschau nach neuen Abenteuern in Nepal – hier im Chitwan Nationalpark
  1. Ankunft und Aufenthalt in der Hauptstadt von Nepal, Kathmandu (siehe „Touristenprogramm in Kathmandu“ und „Doch etwas überfordert„) und Besuch des Karuna Kinderhauses (unterstützt und gefördert von FUNECH e.V.)
  2. Fahrt nach Pokhara und 10 Tage Trekkingtour im Himalaya oder genauer zum Annapurna Base Camp … Beitrag folgt in den kommenden Tagen – die mehr als 3000 Fotos sind immerhin schon sortiert
  3. Fahrt nach Lumbini, der Geburtsstätte Buddhas oder besser des Begründers des Buddhismus und 2 Nächte im koreanischen Kloster inkl. Morgen- und Abendzeromonie … ja, richtig gelesen 😉 … bei Zeit und Muse schreibe ich auch ein paar Worte mal darüber
  4. die Erlebnisse der vergangenen zwei Tage im Chitwan Nationalpark im Süden von Nepal und Fahrt nach Patan (nahe Kathmandu)

Nun will ich einfach von hinten anfangen zu berichten – über Patan ist das noch nicht so viel, da die Reise erst heute hierher geführt hat. Über den Chitwan Nationalpark jedoch schon.

In Kathmandu hatte ich mich mit 4 weiteren Reisenden für die Fahrt nach Pokhara und die Wandertour zusammen getan. Auf der Wandertour haben wir dann zwei Mädels auch Holland getroffen. Da ich inzwischen auch meine Pläne nach Tibet zu gehen aufgrund diverser Gründe gestrichen habe, war nun auch mehr Zeit Nepal mehr zu genießen. Die zwei Mädels wollten weiter in den Süden und so habe ich mich diesen Plänen angeschlossen … irgendwie reist man glücklicherweise als Alleinreisender eben doch nur selten wirklich allein 😉

Hier war der Expressbus noch leer - schön zu sehen aber die Fässer im Gang
Hier war der Expressbus noch leer – schön zu sehen aber die Fässer im Gang

Gestartet sind wir von Lumbini aus ziemlich früh – ziemlich früh bedeutet 5 Uhr wurden wir vom Taxi am koreanischen Kloster abgeholt und zum ca. 30min entfernten Busbahnhof gefahren. Zunächst hieß es mit dem Express-Bus (nicht ganz so schlecht wie ein der vielen Lokalen Busse, aber leider auch nicht so gut wie ein Tourist-Bus) nach Ratnanagar und dann mit einem vollen Local-Bus zu unserem Ziel Sauraha (eines der Touristenstädtchen im Chitwan Nationalpark). Die Fahrt im Express-Bus dauerte ca. 5h und war die bisher abenteuerlichste Langstreckenfahrt. Wie auch schon zuvor waren hier die Fensterplätze dank des heftigen Regens nass – dies wurde aber noch übertroffen vom Schmutz im Bus, dem im Gang zusätzlich transportierten Fässer (ich will nicht wissen welche vielleicht brennbaren Stoffe darin waren) und sehr vielen Menschen. Es war also 5h Kuscheln im feucht-tropischen Klima des Busses mit wildfremden Menschen angesagt. Auch das gehört eben zu einem Nepalurlaub dazu 😉

In Ratnanagar angekommen wurden wir von mehreren Taxi- und Rikschafahrern umworben. Das war nach dieser Busfahrt aber definitiv zu früh und wir flüchteten zunächst in ein Café. Dort gab es zunächst verspätetes Frühstück und wir überlegten wie und wohin wir genau in Sauhara wollten. Wir entschieden uns für den lokalen Bus der zwar leicht voll (jedoch nicht überfüllt) war, aber auch nur 25 NRP (ca. 0,20 EUR) kostete. Auf der ca. 30minütigen Busfahrt wurden wir dann in einem schlechtem Englisch von einem Mann angesprochen, der uns eine Tour und ein Hotel anpreisen wollte. Freundlich haben wir die Karte eingesteckt und sagten wir gucken mal vorbei. Das war wohl ein Fehler – denn genau dieser Mann stieg mit uns aus und wollte uns begleiten. Wieder fühlten wir uns bedrängt und lehnten freundlich ab. Das klappte auch, als ein weiterer Mann (freundlich und gut englisch sprechend) kam und den Anschein eines Mitarbeiters eines offiziellen Touristenbüros machte.

Reisfelder und im Hintergrund (leider wie eigentlich immer) von Wolken bedeckt die Gebirgskette des Himalaya
Reisfelder und im Hintergrund (leider wie eigentlich immer) von Wolken bedeckt die Gebirgskette des Himalaya

Ohne Begleitung machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Dank Nebensaison und somit wenig Touristen trotz sehr vieler Gästehäuser sollte das nicht schwer fallen. Es war auch nicht schwer was zu finden, verhandeln über den Preis wollten aber auch die wenigsten. Wir haben uns dann aber für eine sehr schöne Bleibe entschieden. Dann hieß es aber auch gleich wieder auf den Weg machen, wenn das „Touristenbüro“ schließt 17 Uhr und bis dahin war nur noch ca. 1h Zeit. Dort angekommen kam auch der Mann (gefolgt von 10 weiteren) entgegen und zeigte uns sehr freundlich auf der Karte die Gegend. Dann wurde ich schon sehr misstrauisch, als er plötzlich eine Tour anbot … das war alles andere als unabhängig.

Da wir aber zuvor bereits eine ähnliche Tour zu einem leicht höheren Preis angeboten bekommen haben, hatten wir uns für knapp 7.000 NRP (60 EUR) zu einer Tagestour mit Kanufahrt, Wanderung und Rücktransport mit einem Jeep und am nächsten Morgen einem 75minütigen Elefantenausritt überreden lassen … immerhin sind wir ja auch deswegen hier gewesen. Zusätzlich war noch die Rede von einer – so haben wir es verstanden – kostenlosen Führung direkt im Anschluss mit der Möglichkeit Nashörner zu sehen. Nun gut, kostenlos waren dann 750 NRP (ca. 6 EUR) und Nashörner waren natürlich nicht zu sehen (da es überhaupt nicht die Uhrzeit dafür war) … eigentlich war es ein Trampelpfad zu einer Elefantenfarm wo es immerhin ein neugeborenes Elefantenbaby zu bestaunen gab.

Elefantenfarm - das Baby ist ein Tag zuvor geboren
Elefantenfarm – das Baby ist ein Tag zuvor geboren

Das konnte ja heiter werden am nächsten Tag dachten wir uns … wir waren nämlich ziemlich sicher, dass in diesem Besucherzentrum offiziell niemand arbeitet, sondern man sich hier einfach so umschauen konnte und dieser nette Herr mit seinen Freunden einfach nur clever genug war so naive Touristen wie uns hier abzufangen.

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