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Für zwei Tage Osaka Unlimited Pass gekauft – musste also noch mal los

Eines war mir schon am Donnerstag Abend oder besser in der Nacht bewusst: wenn ich bis 4 Uhr morgens wach bin, stehe ich unmöglich bereits 8 Uhr für einen anstrengenden Sightseeing-Tag auf. Es war mir klar, aber dennoch habe ich mir den Wecker auf 8 Uhr gestellt – vorsorglich aber auch gleichzeitig das Schild „Please do not disturb“ (bitte nicht stören) vor meine „Kabine“ gehangen. Und was soll ich sagen, der Wecker klingelte 8 Uhr und ich habe ihn großzügig auf 10 Uhr vorgestellt. Warum eigentlich nicht gleich?

Damit war auch klar, das Programm für diesen Tag musste mal wieder gekürzt werden. Ich hatte mir am Vortag ja eine „Touristenkarte“ (den Osaka Unlimited Pass) gekauft und auch da schon nur einen Bruchteil der Möglichkeiten tatsächlich genutzt: Mit der Touristenkarte Osaka erkundet. Aber immerhin will ich hier auch keinen Marathon abhalten und die Erholung sollte nicht zu kurz kommen – es ist ohnehin viel zu heiß als das man den ganzen Tag von einer Attraktion zur nächsten rennen könnte 😉

Mein Tagesprogramm beschränkte sich nun darauf die „Bay Area“ – also das Gebiet rund um den Hafen – zu erkunden. Dazu habe ich die Nanko Port Town Line genommen. Diese fährt nämlich oberirdisch und man kann somit bei der Fahrt schon das Gebiet besichtigen. Ehrlich gesagt gab es aber nicht so viel zu sehen … aber besser oberirdisch wenig sehen, als unterirdisch gar nichts 😉 Danach sah mein Programm wie folgt aus: … Erfahre mehr

Kobe, gibt es hier mehr als Rind?

Kobe – woher kenne ich den Ort bloß? Ja, wenn ich ehrlich bin kannte ich Kobe bevor ich mich mit meiner Japanreise beschäftigt hatte tatsächlich nur vom weltweit teuersten Rindfleisch: dem Kobe Rind (= Kobe beef). Dabei hat der Ort noch mehr zu bieten und der Lonely Planet schreibt sogar:

„… it’s one of the country’s most attraktive cities. It’s also one of the country’s most cosmopolitan places …“

(Quelle: lonely planet, 12th edition)

Damit war eines klar, ich muss nach Kobe. Entgegen meiner ursprünglichen Planung bin ich jedoch nicht über Nacht dort geblieben, sondern hatte mich für einen Tagesausflug von Osaka aus entschieden. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen war letzte Woche eine sehr beliebte Urlaubswoche der Japaner und somit viele Unterkünfte einfach ausgebucht oder überteuert und zum anderen hatte ich mich inzwischen etwas genauer mit Artikel aus anderen Reiseblogs beschäftigt und bin zum Entschluss gekommen, dass ein Tag ausreichend wäre.

Die Fahrt von Osaka nach Kobe ist zudem schnell und kostengünstig. Für die Fahrt von Osaka Namba Station (hier war meine Unterkunft) nach Kobe Sannoniya (mehr oder weniger der zentrale Bahnhof in Kobe) kam ich in weniger als einer Stunde und ohne Umsteigen für 400 JPY (ca. 3,00 €) zum Ziel.

Direkt am Ziel bin ich zunächst zum Touristenbüro gegangen. Mit diesen hatte ich hier in Japan durchaus sehr gute Erfahrungen gemacht und das bestätigte sich hier in Kobe auch wieder. Das Büro liegt auf der südlichen Seite der Sannoniya Station. Dort wurde ich kostenlos mit einem Stadtplan, ein paar Informationen und Vorschlägen für meinen Tag und sogar mit einem Gutscheinheft versorgt. So ausgerüstet konnte die Entdeckungstour durch Kobe nun starten.

Starten wollte ich direkt mit einem vorverlegten Mittagessen – natürlich Kobe beef. Zum einen war es mittlerweile bereits 11 Uhr und zum anderen bot mir das die Gelegenheit das mir ausgehändigte Material durchzulesen. Den Plan habe ich aber schnell wieder geändert, denn in dem von mir rausgesuchten Restaurant (direkt an der Sannoniya Station gelegen; natürlich gibt es mehrere, aber bei meist nur japanischer Speisekarte und der großen Anzahl von Möglichkeiten fällt die Auswahl schwer) war eine lange Warteschlange. Die geschätzte Wartezeit betrug knapp eine Stunde. Ich war froh, dass es scheinbar auch unter den japanischen Touristen beliebt ist, aber mussten die ausgerechnet heute dort essen gehen? 😉 Also direkte Planänderung – mein Tour gestaltete sich nun wie folgt: … Erfahre mehr

Mit der Touristenkarte Osaka erkundet

Angekommen bin ich in Osaka ja nun schon gestern – allerdings hielten sich meine Aktivitäten an diesem Tag stark in Grenzen bzw. beschränkten sich auf die Erkundung der Gegend rund um das Hotel (übrigens ein Kabinenhotel, d.h. ich habe kein eigenes Zimmer, schlafe aber auch nicht in einem klassischen Mehrbettzimmer und auch nicht in einer „Kapsel“, sondern habe eine kleine Kabine in der Größe von schätzungsweise 6qm mit einem Vorhang davor).

Irgendwie bin ich heute Morgen auch nicht aus dem Bett gekommen. Somit fing mein Tag recht spät, eigentlich mal wieder viel zu spät für einen eigentlich geplanten Erkundungstag. Dann hatte ich auch noch im Touristenguide (gratis erhältlich an den Touristenbüros hier in Osaka und ausnahmsweise mal sogar recht gut und informativ und nicht wie häufig nur mit Werbung vollgestopft) gelesen, dass es einen „Osaka Unlimited Pass“ gibt. Der kostet für einen Tag 2.000 JPY und 2 Tage 2.700 JPY und beinhaltet alle U-Bahnlinien in der Stadt, kostenfreien Eintritt zu 28 Attraktionen und Rabatt für ein paar weitere. Nun ist das mit solchen Pässen immer so eine Sache und immer die Frage, ob sie sich finanziell wirklich rentieren. Sind nicht häufig die enthaltenen Attraktionen eher B und C Attraktionen, die man sich sonst nicht angeguckt hätte. In diesem Fall würde ich aber auf nein gehen und behaupten, für meinen eigentlich nur halben Tag, hat sich das Ticket schon gerechnet. Wie Ihr im Video sehen könnt, habe ich folgende Stationen besucht:

  • Osaka-jo bzw. das Schloss von Osaka (Osaka Castle): das wohl bekannteste Bauwerk in Osaka und in der Tat recht beeindruckende Anlage. Tatsächlich ist eher die Anlage, als das Gebäude beeindruckend und das vor allem wegen der Größe und der vielen und vor allem dicken Mauern. Das Schloss selbst ist ein Museum dessen Eintritt normalerweise 600 JPY gekostet hätte; Einlasszeiten: 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Fahrt mit dem Osaka Sujiyo Bus was eigentlich gar kein Bus, sondern ein Schiff ist (deswegena auch Aqua-Liner genannt): die Ablegestation liegt direkt vor dem Schloss und ich bin zwei Stationen gefahren. Der Preis hierfür ist im Touristenpass allerdings nicht enthalten und schlug mit 800 JPY für die 25minütige Fahrt zu buche. Alternativ kann man auch die U-Bahn nehmen – viel zu sehen gab es nämlich tatsächlich nicht.
  • Osaka Science Museum: hier war ich enttäuscht und begeistert gleichzeitig. Leider ist es nicht sehr informativ, da alle Infotafeln ausschließlich in japanisch sind und nur hier und mal etwas in englisch beschriftet ist. Jedoch ist es DAS perfekte Ziel mit Kindern. Es gibt hier verdammt viel zu sehen, zu probieren, zu testen, zu spielen und zu entdecken – jeder Physiklehrer wäre begeistert solche Möglichkeiten mit im Unterricht zu nutzen. Eintritt von 9:30 bis 19:00 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenkarte: 400 JPY
  • Schlendern in und rund um die Osaka Station bzw. Umeda Station: das sind zwei direkt angrenzende Bahnhöfe und in, um, auf, unter und über diesen gibt es neben vielen Menschen auch viele Geschäfte. Besonders beeindruckt war ich von einem auf 6 Etagen verteilten riesigen Elektronikkaufhaus – ich glaube hier hätte ich Stunden verweilen können … sofern man nichts kauft tatsächlich kostenlos 😉
  • HEP FIVE Ferris Wheel: das ist ein rotes Riesenrad mitten in oder auf einem Einkaufscenter (HEP FIVE) mit „fashion and gourmet“ Shops. Es ist aufgrund der getönten Scheiben leider nichts zum Foto machen, aber auf der knapp 15 minütigen Fahrt kann man die Aussicht genießen. Einlass: 11:00 bis 21:00 Uhr; Preis ohne Touristenpass 500 JPY
  • Umeda Sky Tower mit dem Floating Garden Observatory: das Gebäude selbst konnte ich aufgrund der vielen anderen Gebäude drumherum und auch Baustellen, Kabel etc. nicht so schön fotografieren. Es ist ein modernes Gebäude und der Lonly Planet beschreibt es als „The twin-tower complex looks like a spaceage version of Paris‘ Arc de Triomphe“ und dem kann ich nur zustimmen. Die Wartezeit (ca. 15min) in dem viel zu warmen Gang (und es war schon 21 Uhr – möchte nicht wissen, wie das bei Sonneneinstrahlung ist) war nervig, aber die Aussicht von oben und Architektur des Aussichtsbereiches (vollkommen offen und ohne Scheiben) hat sich wirklich gelohnt. Einlass: 10:00 Uhr bis 22:30 Uhr; Eintrittspreis ohne Touristenpass: 700 JPY

… dazu noch ca. 4mal mit der U-Bahn gefahren, was schätzungsweise insgesamt 800 JPY gekostet hätte. Wenn ich das HEP FIVE Ferris Wheel mal weg lasse (was nett war, aber ohne Touristenpass nicht auf meiner Must-See-Liste stand), komme ich auf Kosten von 2.500 JPY … also nicht viel günstiger, aber schon mal nicht teurer und es kommt noch ein Tag 2. Wenn ich jedoch nicht den halben Tag vertrödelt hätte und noch 2 bis 3 Punkte mehr auf meiner eigentlichen Liste auch besucht hätte, wäre eine große Ersparnis schon am ersten Tag da. Gerne gesehen hätte ich heute nämlich noch

  • Tombori Riber Cruise: Bootstour durch Minami; halbstündlich zwischen 13 und 21 Uhr (Normalpreis: 700 JPY)
  • Tsutenkaku Tower: auch „Naniwa’s Eiffel Turm“ genannt; Aussichtsturm; 9 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Shitennoji Temple: 8:30 bis 16:30 Uhr (kein Nachlass mit Touristenkarte)
  • Besuch einer der enthaltenen Onsen (Normalpreis ca. 700 JPY)

Morgen steht auch wieder verdammt viel auf meiner Liste – bin mal gespannt, ob und was ich davon tatsächlich schaffe … nachdem es hier bereits wieder 04:00 Uhr ist, wird das mit 08:00 Uhr Aufstehen wohl sicher wieder nichts 😉

 

Neue Reisekamera und erste Versuche im schönen Kyoto

Es war schon längst überfällig – aber erst am Sonntag hatte ich es in die Tat umgesetzt: eine neue Reisekamara (meint eine neue Digitalkamera für meine Reise 😉 )

Hinweis: Wer in Japan steuerfrei einkaufen möchte,
der sollte seinen Reisepass nicht vergessen.
Diesen vorgelegt bekommt man in vielen Geschäften
bei Waren über 10.000 JPY (ca. 78 €) die Steuer
direkt abgezogen (zahlt also gleich weniger).
Dafür bekommt man in seinen Reisepass einen
Beleg geheftet, der bei der Ausreise dann einge-
sammelt wird. Einfach, oder?

Warum war es überfällig? Ganz einfach und das hat der ein oder andere ja auch schon gesehen: auf vielen Fotos sind Punkte zu sehen. Es hat mich einfach zu viel Zeit gekostet dies nachträglich zu bearbeiten. Ursache waren zum einen diverse Schmutzartikel unter der Linse (ja ich weiß, die kann man entfernen), aber leider auch Kratzer auf der Linse. Deswegen habe ich meine alte und sehr geliebte Panasonic Lumix TZ10 gegen eine neue Canon PowerShot SX280SH (Link zu Amazon) eingetauscht. Ich habe lange überlegt, ob ich nicht doch zu einer größeren Systemkamera mit austauschbaren Objektiv wechseln sollte – aber aufgrund der Bequemlichkeit und der Tatsache, dass ich mich schon ein paar Jahre kenne und die Kamera dann eher daheim bleiben würde, habe ich mich für die leichtere und kleinere Kompaktkamera entschieden. Die Auswahl war auch gar nicht so einfach, da nämlich in Japan Panasonic und Sony ihre Modelle ohne englische (geschweige deutsche) Sprache anbieten. Und wenn doch, dann sind es Export-Modelle, die im Preis höher liegen als bei uns daheim. Alle anderen großen Hersteller bieten englische Menüs an.

Bin ich vorgestern noch mit zwei Kameras in Kyoto herum gelaufen, so habe ich mich gestern ganz und gar auf meine neue Errungenschaft konzentriert und am Abend dann auch mal die Ergebnisse gesichtet. Was soll ich sagen – es haut mich nicht vom Hocker, aber ich bin durchaus zufrieden. Ich werde zwar in den kommenden Tagen es noch etwas genauer testen und auch mal meine Pro und Contra Liste hier präsentieren, aber bisher ist mein Fazit sehr positiv. Die Canon PowerShot SX280SH (Link zu Amazon) ist klein, handlich und hat alle Funktionalitäten, die eine Reisekamera für mich benötigt (insbesondere Schnelligkeit für Schnappschüsse, gute Qualität der Bilder, GPS). Der Hauptkritikpunkt ist bisher lediglich die umständliche WLAN-Anbindung und Probleme beim Kopieren der Fotos, Videos und GPS-Logdateien über die Kamera auf mein MacBook Air … aber das kann auch ein Bedienfehler meinerseits sein 😉 … ich werde das die kommenden Tage lieber noch mal testen. Habe auch soeben erst die Bedienungsanleitung in deutsch mal herunter geladen – im Lieferumfang war diese leider nur in japanisch, chinesisch und koreanisch enthalten und kleine Schwierigkeiten beim Verständnis hatte ich dabei schon 😉

Verdammt großer Pluspunkt ist aber der Modus „Hybrid Auto„. Konnte ich mir gestern zunächst überhaupt nichts darunter vorstellen, so war ich am Abend doch überrascht, als ich auf einmal ein Video hatte. Denn diese tolle Funktion erstellt so eine Art Videotagebuch mit jedem Foto. Auszug aus dem Handbuch: „Sie können einen kurzen Film über einen Tag (Filmtagebuch) erstellen. Wenn Sie fotografieren, wird die Kamera automatisch einen Film der Szene unmittelbar vor jedem Aufnehmen eines Fotos aufzeichnen.“ … nur habe ich das auch eben erst nachgelesen. Gestern hatte ich nämlich bewusst mal diese Funktion über den Tag genutzt, jedoch gedacht die Videosequenzen werden kurz nach dem geschossenen Foto gemacht – aber nein, kurz davor. Nun weiß ich aber auch das und werde die nächsten Videotagebücher etwas besser führen. Hier nun aber das Ergebnis des heutigen Tages:

… dafür, dass die Zusatzarbeit quasi 0 beträgt, ist das Ergebnis doch schon mal ganz gut. Oder? … Erfahre mehr

Lamma Island; Tagesausflug von Hongkong

Es ist unglaublich wie schnell man von der Millionenmetropole Hong Kong in raus und mitten in der Natur ist. Eines der vielen Beispiele dafür ist die Insel Lamma Island nur wenige Kilometer entfernt von der Hauptinsel Hong Kong Island. Die Insel eignet sich für kurze Wandertouren, Essen in einen der vielen Restaurants und/oder entspannen am Strand.

Man gelangt auf diese Insel nur mit der Fähre und das auch nur als Fußgänger oder Radfahrer – denn Autoverkehr gibt es hier nicht. Vom Victoria Harbour auf Hong Kong Island (MTR Central Station) fährt mehrfach täglich (mind. stündlich – zu Stoßzeiten häufiger) jeweils eine Fähre nach Sok Kwu Wan oder Yung Shue Wan …das sind auch schon die beiden Orte auf der Insel. Und mit knapp 17 HKD (ca. 1,50 EUR) kann man für die knapp halbstündige Fahrt auch nichts gegen den Fahrpreis sagen.

Bei der Abfahrt mit der Fähre von Hong Kong in Richtung Lamma Island kann man den Blick auf die Skyline vom Wasser aus entspannt genießen
Bei der Abfahrt mit der Fähre von Hong Kong in Richtung Lamma Island kann man den Blick auf die Skyline vom Wasser aus entspannt genießen

Ich habe mit einem diskussionsfreudigen Franzosen aus meinem Hostel die Fähre Richtung Sok Kwu Wan genommen. Dies ist ein sehr kleines Fischerdorf und besteht aus schätzungsweise 20 Häusern, wovon 19 scheinbar ein Restaurant für die lokalen (vorwiegend aus dem Meer) Lokalitäten sind. Da wir erst Frühstück hatten, haben wir uns jedoch nicht erneut etwas gegönnt. Will man auf der Insel etwas wandern – oder ich würde es aufgrund der einfachen und gut präparierten Wege als spazieren bezeichnen, dann hat man folgende Möglichkeiten:

1. Rundwanderweg um Sok Kwu Wan mit einer Dauer von 2 bis 4 Stunden (Aussagen waren unterschiedlich)

und/oder wie wir es gemacht haben

2. ca. 1stündige Wanderung zwischen Sok Kwu Wan und Yung Shue Wan … Erfahre mehr

Mal kurz von Hong Kong nach Macau

Es klingt schon fast zu unglaublich, wenn ich sage ich fahre mal kurz von Hong Kong nach Macau (oder wie die Chinesen sagen: Macao) – aber es ist schnell, recht günstig und einfach möglich. Macau hatte ich eigentlich gar nicht auf meinem Radar. Aber nachdem ich nun doch etwas länger im schönen Hong Kong bleibe, kann ich doch auch mal einen Abstecher machen. Grundsätzlich hätte ich auch nichts dagegen ein bis zwei Nächte dort zu bleiben – allerdings sprachen die hohen Hotelpreise und Erzählungen Einiger aus meinem Hostel und da habe ich mich – anders als kurzfristig geplant – gegen eine Übernachtung und für einen (bei bedarf zwei) Tagesausflug entschieden.

Macau ist ähnlich wie Hong Kong eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China und liegt ungefähr 50km entfernt von Hong Kong. Bis 1999 war Macau portugisische Kolonie und ist dementsprechend auch recht stark hiervon geprägt. Besonders fallen im Stadtbild die portugisischen Straßennamen auf, aber auch viele Gebäude, die Sprache (fast 86% sprechen Kantonesisch) und das Essen haben auf Macau ihre Spuren hinterlassen. Häufig wird diese Stadt auch das Monte Carlo oder auch Las Vegas des Ostens genannt. Was ich zudem noch aus dem Reiseführer erfahren habe: Macao ist aktuell das Gebiet mit der zweithöchsten Lebenserwartung der Welt (84,4 Jahre im Durchschnitt). Interessant, interessant – aber so weit zu einigen Fakten zu Macau / Macao und nun zu meinen Erlebnissen – immerhin findest Du diese Fakten viel besser aufbereitet auch auf diversen anderen Seiten und Reiseführern 😉 …

So sehen die Fähren aus - eigentlich eher riesige Speedboote und keine Fähren wie man sie üblicherweise kennt
So sehen die Fähren aus – eigentlich eher riesige Speedboote und keine Fähren wie man sie üblicherweise kennt

Gestern morgen ging es dann zunächst mit dem MTR (die U-Bahn in Hong Kong) bis zur Station Seung Wan (Letzte Station der Islander Line). Von dort kommt man über den Ausgang D direkt zum Terminal. Das befindet sich im Shoppingcenter im obersten Stock, d.h einfach die Rolltreppe bis ganz oben nehmen. Die Fähren fahren den kompletten Tag durch und sehr häufig (mindestens stündlich). Der Preis tagsüber beträgt wochentags 159 HKD ca. 15 EUR) für die einfache Fahrt. Nachts und am Wochenende ist es etwas teurer. Vorbuchen muss man eigentlich nichts – einfach hingehen, Ticket kaufen und einsteigen. Nicht vergessen sollte man seinen Reisepass, da dieser bei der Ausreise aus Hong Kong und dann auch Einreise in Macau kontrolliert wird.

Leider bin ich mal wieder morgens nicht aus dem Bett gekommen und der Andrang für die Fähre war recht groß – letztendlich war die nächstmögliche erst 10:35 Uhr. Sie braucht aber für die knapp 50 km lange Strecke nur 60 Minuten – d.h. das Ding ist verdammt schnell. Ist auch mehr ein großes Speedboot als eine Fähre. Allerdings führt die Fahrgeschwindigkeit auch dazu, dass scheinbar über die Wellen hüpft – und spätestens als links und rechts neben mir das Frühstück in der Tüte am Sitz landete und mir auch zunehmend flau im Magen wurde, war ich mir schon auf der Hinfahrt sicher kein Alkohol am Abend in Macau zu trinken … wollte ja schließlich nicht mein Abendessen wieder sehen 😉

In Macau angekommen war ich über die Größe des Fährhafens überrascht – hatte schon was von einem Flughafen. Leider war unmittelbar nach dem Verlassen des Gebäudes leichte Enttäuschung bei mir da: es regnete … für einen Stadtbummel nicht so ideal 🙁 Naja, was soll’s – kann es ja nicht ändern und Schirm hatte ich dabei – also los … … Erfahre mehr

Skyline von Hong Kong bei Nacht

Vorgestern Abend habe ich mich aufgemacht und bin von Hong Kong Island nach Kowloon gefahren, um die Skyline von Hong Kong bei Nacht zu bewundern. Eigentlich kein großes Ding, aber irgendwie habe ich es mal wieder geschafft mich zu verlaufen. Habe ich doch extra noch nachgefragt … naja, anstatt wie gewünscht an der Promenade und Avenue of Stars (eine Art asiatische Version des Hollywood Walk of Fame) bin ich etwas weiter entfernt aus einem der großen angrenzenden Shoppingmalls heraus gekommen. Dort habe ich erneut nachgefragt und zu Fuß wären es 40min Fußweg gewesen – oder ich konnte den Minibus nehmen. Die Minibus-Station war im Kellergeschosse des Einkaufszentrums und ich war der einzige Fahrgast (Linie M77) … der Busfahrer konnte zwar kaum Englisch, aber war sehr bemüht mir zu helfen. Seinen Notizzettel den er für mich geschrieben hatte, brachte mich allerdings doch zum Schmunzeln … alles in chinesischen Schriftzeichen. Toll 😉

Aber die Station war direkt am Hafen und der ist auch der Anfang der Avenue of Stars. Sehr viele Touristen tummeln sich hier und genießen die tolle Aussicht auf die Skyline und versuchen teilweise verzweifelt tolle Fotos zu schießen. Ich war auch dabei und das ein oder andere ist mit meiner leider etwas in Mitleidenschaft geratenen Kamera sogar recht gut gelungen 😉

Zurück ging es dann mit der Fähre von Kowloon nach Hong Kong Island (Central Station). Diese braucht ca. 15 Minuten und kostete 3,40 HKD (ca. 30 Cent) … ging schnell, war sehr angenehm und ich konnte mich Dank guter Beschilderung auch nicht noch mal verlaufen 😉 … Erfahre mehr

Singapur, so wie ich es erleben durfte

Auf den Besuch in Singapur hatte ich mich sehr gefreut – hatte ich doch viel Gutes über diese Stadt gelesen und vor allem auch von anderen Reisenden gehört. Es war also ein unbedingtes Must-See auf meiner Liste. Jedoch wurde mir spätestens nach dem zweiten Tag klar: es ist eine Großstadt – nicht mehr und nicht weniger. Meine Eindrücke von Singapur waren ja nun seit dem ersten Tag sehr gemischt (siehe auch „Singapur – Du gefällst mir (nicht)„). Das Bild hat sich auch leider nach mehr als einer Woche hier nicht grundlegend in die eine oder andere Richtung geändert. Was es aber zu einem besonderen Aufenthalt für mich machte, waren die Erkundungen der Stadt zusammen mit Freunden …

Nette Wohnung in der ich wohnen durfte - nicht ganz mein Geschmack, aber auf jeden Fall mit Liebe zum Detail und eigenen Stil eingerichtet - ich habe mich wohl gefühlt.
Nette Wohnung in der ich wohnen durfte – nicht ganz mein Geschmack, aber auf jeden Fall mit Liebe zum Detail und eigenen Stil eingerichtet – ich habe mich wohl gefühlt.

Die ersten zwei Tage hatte ich in einem sehr schönen Hostel in Chinatown von Singapur verbracht. Da es mir jedoch irgendwie an Platz und Ruhe fehlte, hatte ich über eine Internetplattform für die darauffolgenden 4 Nächte ein Appartement von einer Privatperson gebucht. Wie sich im Laufe der Absprachen herausstellte, war es ein Deutscher, er seine Wohnung zwischenzeitlich vermietet und bei seiner Freundin am anderen Ende von Singapur Unterschlupf findet. Das war mit 90 SGD (ca. 54 EUR) im Vergleich zu 50 SGD (ca. 30 EUR) fast doppelt so teuer, aber ich brauchte einfach etwas Ruhe und Abstand und wollte vieles Liegengebliebene erledigen.

Die Wohnung war tatsächlich auch sehr schön und ich habe mich wohl gefühlt. Jedoch standen dem stylischen Wohnzimmer alle anderen Räume in der Wohnung etwas hinten dran und eine ordentliche Bodenreinigung zuvor hätte definitiv auch nicht geschadet – aber wollen wir nach mehr als 4 Wochen Nepal mal nicht kleinlich sein 😉 … und außerdem war der Vermieter verdammt freundlich und entgegenkommend.

Meine Aktivitäten in Singapur haben sich auch stark in Grenzen gehalten – irgendwie war ich „reisemüde“ und beschloss mich nicht mit zu vielen touristischen Attraktionen zu beschäftigen. Außerdem gab mir die Stadt ja gleich zu Beginn das Gefühl dreckig und ungepflegt zu sein und so habe ich mich dem Konsumverhalten der Einheimischen und sonstigen Touristen hingegeben und war tatsächlich stundenlang shoppen … das war zwar auch anstrengend, aber auch wieder erholsam weil man einfach vor sich hinschlenderte. Letztendlich habe ich einen Großteil meiner Kleidung neu eingekauft in die alten entsorgt – preislich geschickter wäre dies hier in Hong Kong (wo ich seit einigen Tagen bin) gewesen 🙁
Neben Shopping stand auf meiner Liste noch

  1. Zoo … soll zu einer der schönsten auf der Welt zählen
  2. Night Safari … einmalig auf der Welt
  3. Birds Park … wohl auch sehr schön
  4. Sentosa … eine Vergnügungsinsel inkl. den Universal Studios Singapore
  5. Chinatown … schönes Stadtviertel
  6. Little India … schönes Stadtviertel
  7. Besuch einer der mir über Couchsurfing empfohlenen Strände
  8. WonderFull Lichtshow … Lichtershow vor dem Marina Bay Sands und der Skyline von Singapur; kostenfrei und täglich 20:00 Uhr, 21:30 Uhr und FR/SA auch 23:00 Uhr

Davon gemacht habe ich die Night-Safari, Sentosa, Chinatown, Little India und habe mir die Lichtershow angesehen. Aber das Ganze mal von vorn. … Erfahre mehr

Ein Tag Luxus im Marina Bay Sands; Singapur

Das Marina Bay Sands ist mehr als „nur“ ein Hotel – es ist ein beeindruckender Komplex in der Marina Bay in Singapur, welches im Jahr 2010 erbaut wurde. Neben dem Hotel gehört auch ein Casino, ein Konferenz- und Ausstellungszentrum, ein Einkaufszentrum, ein Kunst- und Wissenschaftsmuseum, diverse Restaurants- und Cafés, Bars und Nachtclubs, zwei Theatersäle und sogar zwei schwimmende Pavillongs, wovon der eine derzeit ein Nachtclub beherbergt und der andere die Heimat einer Luxus-Designermarke ist.

Zudem ist das Marina Bay Sands ein Touristenmagnet und somit auch für mich natürlich interessant gewesen. Tausende strömen hier her und machen Fotos vom Gebäude und viele kaufen sich auch ein Ticket für das Skydeck um vom Hoteldach aus beeindruckende Fotos von der Skyline zu machen. Aber ich brauchte mehr als viele der Touristen hier – ich musste zur Erfüllung meiner Aufgabe (siehe „Aufgaben für die Weltreise„) auch ein Foto im Infinity-Pool auf dem Hoteldach machen. Das ist leider nur als Hotelgast möglich und so habe ich mich nach langen hin und her dafür entschieden eine Nacht in einem Premier Room mit Stadtblick zu buchen. Wer mich kennt weiß genau, dass ich dies eigentlich für unnötig halte … aber warum es sich nicht auch mal gut gehen lassen und den Luxus genießen.

Panoramabild von Singapur mit dem Marina Bay Sands, dem ArtScience Museum und den Finanztürmen
Panoramabild von Singapur mit dem Marina Bay Sands, dem ArtScience Museum und den Finanztürmen

Am Dienstag dieser Woche war es dann so weit. Check-In ist leider erst 15 Uhr und somit musste ich mich etwas gedulden um in eine andere Welt einzutauchen. Schon allein die Empfangshalle war beeindruckend. Damit die Wartezeit nicht zu langweilig wird, spielten 3 hübsche Damen auf Ihren klassischen Instrumenten leicht verdauliche Musik. Die Rezeption war stark frequentiert, weil natürlich jeder direkt 15 Uhr ins Hotel wollte. Warum auch immer, wurde ich dann aus der wartenden Menge heraus geholt und in die VIP-Lounge geführt (man hatte vermutlich Mitleid mit meinem schwer aussehenden Rucksack auf meinem Rücken). Hier bekam ich auch noch eine Flasche Wasser und recht zugüg wurde mir die Hotelkarte ausgehändigt und dann kam die Frage: wie viele Karten benötigen Sie für den Pool? Wie bitte – es gibt doch mehr als nur eine pro Gast? … hatte ich mir so gedacht. Hatte ich zuvor doch extra nachgefragt und die Aussage war ganz klar nein. Ich hatte 3 extra Karten für Freunde aus Singapur noch mir geben lassen. Für alle die auch mal in den Pool wollen und sich eine Nacht nicht leisten können oder wollen: fragt einfach andere Hotelgäste, ob sie Euch nicht einen Pass besorgen oder geht zur Rezeption und denkt Euch irgendeine Zimmernummer aus und lasst sie Euch geben. 😉 … Erfahre mehr

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