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Touristenort Paihia (Bay of Islands)

Am 03.03.2013 habe ich Auckland nun doch endlich verlassen. Wirklich produktiv war meine Zeit dort nicht. Nun gut, ich hatte immerhin meine Impfung hinter mich gebracht, aber das war es dann auch schon. Es war eine sehr schöne Zeit und ein toller Einstieg ins Backpacker-Leben dort … aber von wegen ich plane dort den Rest meiner Reise … weit gefehlt. Ich habe es ja gerade mal geschafft die nächste Etappe, d.h. die kommenden zwei Tage zu buchen – aber immerhin 😉

Entgegen der meisten Backpacker habe ich mich nicht für eine der großen Busunternehmen wie Kiwi Experience oder Stray entschieden, sondern für den Flexipass von InterCity (und angeschlossenen Unternehmen). Der Spaß kostete mich 449,- NZD (ungefähr 290 €) für 60 Stunden Busfahrt-Kontingent. Mal sehen wie weit ich mit den 60 Stunden tatsächlich komme.

Skyline von Auckland und Fahne von Neuseeland
Skyline von Auckland und Fahne von Neuseeland

Die Fahrt von Auckland nach Paihia war ziemlich unspektakulär – nach ca. 4 Stunden Fahrt war ich da. Nun was soll ich zu diesem Örtchen schon mehr sagen – außer: Gibt es hier eigentlich nur Touristen? Der Ort ist nicht groß – besteht aber scheinbar nur aus Ferienwohnungen, Motels und natürlich Backpacker-Hostels … ach, natürlich noch zwei Supermärkte, einer Bibliothek (übrigens: hier ist WLAN bisher immer kostenlos gewesen) und gefühlte 20 Touristen-Informationen und Verkaufsstände für diverse Aktivitäten.

Mousetrap Hostel in Paihia
Meine Bleibe in Paihia: Mousetrap Hostel ... wirklich sehr schön und gemütlich

Ich habe mich erst mal auf die Suche nach dem Hostel gemacht, was ich auch schnell und problemlos erreicht habe. In der gleichen Straße sind noch 3 andere Hostel. Das Mousetrap(so nennt sich meines) ist ein wirklich sehr schönes und eher familiäres Hostel. Der totale Unterschied zu dem in Auckland. Hier ist 23 Uhr absolute Nachtruhe und anstatt mehr als 500 Betten und einer großen Küche gibt es hier ca. 50 Betten, 3 kleine Küchen und zwei schöne Aufenthaltsräume … sehr gemütlich. Großer Nachteil: hier hat man pro Tag nur 50 MB Internet frei. Das ist wirklich nicht viel, wenn man wie ich noch seine Weiterreise planen möchte. Aber es gibt ja noch die Bibliothek … 😉

Am ersten Tag habe ich mich dann gleich mal zu den Haruru Fallsaufgemacht – klang spektakulär und war der Ausflugtipp schlechthin … ein absolutes Must-Have also. Anstatt den ausgewiesenen Weg dachte Tino mal wieder – nimm die Abkürzung und gehe die Straße entlang.

Harura Falls in Paihia
Harura Falls in Paihia ... sehen nicht wirklich sehr aufregend aus

Eine besch… Idee. Der Fußweg hörte natürlich irgendwann auf, die Hitze war dank dem Asphalt gefühlt doppelt so schlimm und die Autofahrer hatten auch nicht wirklich Nachsicht mit mir. Als wäre das nicht genug, bin ich natürlich auch noch am Abzweig vorbei gelaufen (wie auch immer man das schafft – ich habe es geschafft) und mein Magen hat mir noch Sorgen bereitet. Nach gefühlten 3 Stunden und einer Motivation zum Weiterlaufen von = 0 hatte ich mich dann aber doch auf die Wasserfälle gefreut … und was erwartet mich? Ein völlig unspektakulärer Wasserfall – was für ein Reinfall und das mit meinem D…fall. Der machte mir den Weg echt noch schwerer. Zurück ging es dann den offiziellen Weg und ich ärgerte mich gleich dreifach: der war echt spitze. Ein sehr schöner Weg den Fluss entlang und durch den Wald. Sehr schön und in jedem Fall zu empfehlen. Von diesem Weg kommend wirkt sicher auch der Wasserfall gleich viel schöner.

Hafen in Russell
Beim Warten im Hafen von Russell auf die Fähre zurück nach Paihia

Tag zwei sollte eigentlich der Entspannung und Organisation dienen. Tatsächlich diente er aber eher dem Ausschlafen, Entspannen und nur einem sehr kleinen Teil aus organisatorischen Dingen. Organisation vor allem für die kommenden Tage. Immerhin wollte ich hier ja auch noch was sehen. Wie immer fiel mir auch hier die Entscheidung bei soooo viele Auswahl an Aktivitäten schwer und ich habe mich erst mal für einen Besuch der Örtchens Russellentschieden – mit 12 NZD kommt man hin und wieder zurück.

Tino jump on the Beach
Jump-on-the-Beach ... sieht nach einer Fotomontage aus - ist es aber nicht !

Wirklich viel hat dieses Örtchen aber auch nicht zu bieten und somit sollte man die 12 NZD als Investition in die Infrastruktur oder zum genießen der Überfahrt verstehen. Währenddessen hatte ich auch versucht einen Überflug über den 90-Mile-Beach (100km langer Sandstrand) und dem Cape Reinga (nördlichster Punkt Neuseelands) zu buchen … das hat aber leider nicht geklappt, da ich der einzige Interessent für den kommenden Tag war. So habe ich dann doch eine 12 Stunden Bustour gebucht.

Heute stand nun diese Tour an. Sie war wirklich unglaublich gut – das hätte ich wirklich nicht gedacht. Wir sind mit einem großen Bus gefahren – waren aber nur ca. 15 Personen und somit eine recht überschaubare Gruppe. Wie immer bin ich natürlich auch bei dieser Busfahrt eingeschlafen und habe die sicher interessanten Infos zur Umgebung nicht alle mitbekommen. Begeistert war ich allerdings vom

  • Besuch in einen Kauri Wald (hier habe ich eine meiner gestellten Aufgaben auf der Reise erfüllt) mit den wirklich riesigen Bäumen,
  • dann mit 100 km/h den 90-Mile-Beach (Name ist irreführend, denn er ist eigentlich „nur“ 88km lang … aber wo hat man sonst so einen langen Strand?) entlang gefahren,
  • einen riesigen Spaß beim Sandboarding (obwohl es hier nicht wie mit einem Snowboard hinunter ging, sondern auf’s Brett legen und runter … kann also jeder 😉 ) gehabt
  • und bevor es heim ging dann natürlich noch den Besuch am Kap Cape Reinga

… alles in allem ein gelungener Tag und dank längerer Fahrtetappen dazwischen kam ich ausgeruht wieder zurück. Was will man mehr. Hier habe ich mich nun mit der Sortierung meiner Fotos beschäftigt, diesen Beitrag geschrieben und die Fahrt und Unterkunft zum nächsten Reiseziel gebucht: morgen früh geht es Whitianga … hier bleibe ich zwei Tage und will übermorgen den Hot Water Beach genießen. Drückt die Daumen, dass das Wetter hält – die letzten drei Tage war es nämlich eher bewölkt und zumindest am Montag in Auckland auch regnerisch.

 

Impressionen von Auckland und Paihia

 

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Kommentare

Nathalie
Antworten

Hi Tinööh, verfolge täglich deine Berichte… macht richtig süchtig und die Bilder mit der Puffbohne sind einfach genial 🙂 ich find die Bohne echt süß. (Gaby als Erfurterin wußte natürlich auch gleich worum es geht) Wünsche dir noch eine spannende erlebnisreiche Reise und bin weiterhin gespannt auf deine Eindrücke und Bilder… liebe Grüße Nat

Tino
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Hatte die Puffbohne leider nicht immer dabei … aber werde sie jetzt hoffentlich häufiger mit nehmen 😉

Gerd
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das sind ja schöne Landschaftsaufnahmen, aber der Baum ist etwas zu groß für unseren Garten. Da kann ich bestimmt keine Spitze abschneiden.
Weiterhin viel schöne Tage.
Gerd & Marion

Tino
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Das wäre doch mal was – endlich ein Baum mit einer normalen Baumkrone im Garten … allerdings musst Du die Nachbarn schon auf ganzjährig Schatten im gesamten Wohngebiet hinweisen 😉

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