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Valparaíso – ein eher enttäuschendes Weltkulturerbe

Am darauffolgenden Tag ging es nach Valparaíso – angeblich ein MUSS bei einem Besuch in Chile. Ich habe viele Empfehlungen für diese Stadt bekommen und die UNESCO hat Teile der Stadt zum Weltkulturerbe erklärt … entsprechend groß waren meine Erwartungen – leider wohl zu groß 🙁

Wie allgemein in Chile, so ist auch die Fahrt von Santiago de Chile nach Valparaíso sehr einfach und komfortabel: mit der Metro zur Station Pajaritos, dort ein Ticket für einen der vielen Busse kaufen (zwischen 2.500 – 5.000 CLP), einsteigen, Fahrt genießen oder schlafen und nach knapp 90min wieder aussteigen. So weit, so gut … Mein Hostel hatte ich am Vorabend bereits gebucht und machte mich dann zu Fuß dorthin aufgemacht. Bereits bei diesen 30 minütigen Fußweg kamen mir Zweifel, ob mir die Stadt gefallen wird: jede Menge Straßenhunde (mit entsprechend vielen Exkrementen und Gerüchen) und unglaublich viele Autos.

Im Hostel angekommen wurde ich freundlich empfangen und Anuli (die Besitzerin) schwärmte nur so von ihrer Stadt, gab mir eine Karte mit jeder Menge Tipps für Valparaíso, aber auch die Gegend drumherum. Mit neuer Hoffnung machte ich mich dann zu Fuß auf die Stadt zu erkunden … aber ich sage es gleich, umgehauen hat es mich nicht. Es gab aber zugegeben schon ein paar schöne Ecken; dies trifft insbesondere für den Stadtteil Allegra zu. Wirklich nett sind die vielen kleinen “Gondeln”, welche das Leben in dieser in den Hang hineingebauten Stadt erleichtern.

Mit dem "Lift" / Gondel geht es nach oben
Mit dem „Lift“ / Gondel geht es nach oben

Direkt neben Valparaíso befindet sich Vina del Mar. Zwischen beiden Städten fährt die Metro und unzählige Busse. Zu bieten hat aber diese Stadt meiner Meinung nach für Touristen nichts weiter. Sie besteht mehr oder weniger aus einer Strandpromenade, Shoppingcentern und umliegenden Hotel- und Wohnblöcken. Besonders die Menschen aus Santiago kommen aber sehr gerne hier her, da es sehr nah ist und einen Kurzurlaub am Strand ermöglichst.

Die Metro von Valparaíso fährt auch etwas ins Landesinnere hinein. So kommt man mit der Metro sehr bequem bis nach Limache. Von dort kann man in Busse umsteigen und beispielsweise nach Qullota, La Calera oder wie ich nach Olmué. Warum bin ich dorthin gefahren? Ganz einfach, weil mir im Hostel davon vorgeschwärmt wurde. Was hat Olmué zu bieten? Nichts Besonderes! Es ist ein Dorf in den Bergen in dem es neben Wohnhäusern schätzungsweise 3 Restaurants und einen kleinen Dorfplatz gibt. Es ist also kein Ort wo man unbedingt hin muss, wo man aber sehr gut hinfahren kann, um dem Stadtverkehr zu entgehen und etwas Natur zu genießen.

Fazit: Wenn Du genug Zeit hast, dann kann man Valparaíso durchaus besuchen und einen schönen Tag hier verbringen. Mehr als einen Tag würde ich allerdings nicht opfern und eher die schöne Natur genießen.

Kommentare

TSMN
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vielen dank für den bericht. wir selbst werden in paar tagen auch dort sein.

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