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Wandertour im Gebiet um Mai Chau und dem Pu Luong Naturschutzgebiet

Tag 2 : kleine Radtour und weitere Wanderung

Frühstück am ersten Tag
Crepes, Bananen und Kaffee gab es zum Frühstück am ersten Morgen – einfach, aber sehr lecker.

Geschlafen hatte ich eher mittelmäßig. Das lag zum einen an den verdammt harten Boden, aber vor allem daran, dass ich direkt unter dem Ventilator lag, welcher auf volle Leistung gestellt war und nicht nur laut vor sich her brummte, sondern auch in der Nacht recht kalte Luft direkt auf mich geblasen hat. Problem dabei war, dass ich leider die Decke beim Einschlafen zur Seite gelegt hatte (zu warm) und als ich sie hätte gebrauchen können, lag einer der Guides auf ihr. Da hatte ich etwas verloren 🙁

Gegen 5 Uhr ist – wie auch immer – der Ventilator dann ausgegangen und ich konnte zumindest 3 Stündchen noch mal sehr gut schlafen. Als wir aufwachten, waren alle um uns schon weg und aktiv draußen unterwegs.

Straßenhändler
Der fahrende Tante Emma Laden – hier in der Provinz wird der Laden einfach auf ein Moped gepackt und mit lauter Musik durch die Gegend gefahren.

Der Morgen fing genauso herzlich und freundlich an, wie der Abend aufgehört hatte. Es wurde uns ein einfaches, aber leckeres Frühstück serviert. Wie hier üblich wurde auch dieses Mal wieder auf dem Boden sitzend gegessen. Das geht beim Frühstück aufgrund der Kürze ganz gut – bei langen Abendessen hatte ich hier schon so meine Probleme mit den Beinchen. 😉 Gegessen wurde auch wie am Vorabend in dem Raum, wo wir vorher geschlafen hatten. Das Haus besteht also aus einem großen Wohn-/Schlaf- und Essraum und einer getrennten Küche. Sanitäre Anlagen sind außerhalb.

Nach dem Frühstück ging es dann auch schon wieder los. Heute sollte es auf einen etwas anderen Weg wieder zurück zum Haus vom Vortag gehen, wo auch noch unsere Sachen lagen und von wo aus wir auch noch eine kleine Radtour machen wollten.

War der Weg am Vortag doch zu Beginn auf Grund der Hitze und Steigung recht anstrengend, so war es heute recht einfach. Klar, aufgrund der Hitze und Feuchtigkeit waren unsere unsere T-Shirts schon nach wenigen Schritten wieder durchnässt, aber es ging an diesem Tag fast nur Straße und kleinere Wege entlang.

Fast nicht zu erkennen - die Puffbohne mit traditionellen Reishut und im Hintergrund die Reisterrassen
Fast nicht zu erkennen – die Puffbohne mit traditionellen Reishut und im Hintergrund die Reisterrassen

Gewandert sind wir dann letztendlich etwas weniger als 8km in ca. 2 Stunden. Der Weg endete an einer Straße, wo wir zusammen mit den Franzosen (diese hatten aufgrund der Kinder eine Tour mit viel fahren im Van und kleinen Wanderungen gebucht) im Van zurück zum Haus gefahren. Hier gab es wieder Mittagessen. Danach sollte es mit dem Fahrrad eine kleine Runde in der Gegend geben. Leider machte aber der Regen einen Strich durch die Rechnung und so haben wir mit den Franzosen und einem weiteren Paar UNO und 6nimmt gespielt. Der Regenschauer war aber nur kurz und so konnten wir die Radtour dennoch machen. Die war aber recht unspektakulär und ging eigentlich nur durch das Dorf und über ein paar Felder. Die Menschen am Straßenrand waren aber verdammt freundlich. Haben wir in Ho Chi Minh und anderswo noch 1000mal „No, thank you“ (zu den Straßenverkäufern) sagen müssen, so war es hier 1000mal ein freundliches „Hello“ oder „Xin chào“ (gesprochen: „seen chow“) … aber sicher klar, was uns lieber war 😉

Nach der recht kurzen und gemütlichen Radtour hieß es dann alle Sachen packen und auf zur nächsten Unterkunft. Diese sollten wir zunächst mit dem Auto und das letzte Stück zu Fuß erreichen. Da es aufgrund der Regenpause schon recht spät war, hat uns das Auto recht weit gefahren, so dass wir nur noch ca. 2km zu Fuß bis ins Dorf hatten.

Freundliche Menschen überall
Egal wo wir waren – die Menschen hier waren uns gegenüber sehr aufgeschlossen und neugierig und schüchtern zugleich. Auffällig (das ist aber in ganz Vietnam so) ist, dass man mehr Frauen als Männer arbeiten sieht und Frauen auch körperlich schwere Arbeiten (wie hier auf der Baustelle) verrichten.

 

In diesem Dorf sind uns zum ersten Mal Schilder aufgefallen, die auf „Homestays“ (private Übernachtungen) hingewiesen haben. Dies schien ein Programm zu sein um die Region touristisch zu erschließen. In diesem Dorf mit Schätzungsweise 20 Häusern gab es 3 von diesen Homestays. In einem davon haben wir Unterschlupf gefunden. Begrüßt wurden wir wieder sehr herzlich und es gab einen (mir viel zu bitteren) Tee zur Begrüßung. Leider sprach auch hier niemand Englisch und so waren wir immer auf die Übersetzungen unseres Guides angewiesen.

Übernachtung am 2. Tag
Unsere Übernachtung am 2. Tag – ähnelte sehr der im ersten Haus. Da hier aber Kakerlaken über den Boden liefen, habe ich mein Moskitonetz zweimal kontrolliert, ob es überall unter der Matratze lag.

Anders als bei der ersten Unterkunft gab es hier ein extra Haus für uns. Auch die sanitären Einrichtungen waren getrennt von der Familie; sie waren in einem sehr guten Zustand und definitiv besser als in der Übernachtung zuvor. Dafür sind aber leider in unserem Haus – oder eher Raum – einige Kakerlaken über den Boden gelaufen … und das da, wo wir schlafen sollten.

Auch hier wurde wieder gut für uns gekocht. Das Essen vom ersten Abend konnte aber nicht getoppt werden. Gegessen wurde gemeinsam. In dem eigentlichen Haus lebten zwei Generationen. Wie sich im Laufe des Abends herausstellte. war der Gastgeber 20 Jahre lang Bürgermeister vom Dorf. Einer seiner Söhne war bzw. ist Geographielehrer. Mit ihm haben wir dann auch noch einige Runden 6nimmt gespielt. Unser Guide und er haben echt Gefallen daran gefunden.

Ob erst an diesem Abend oder bereits im Vorfeld entschieden: der Geographielehrer begleitete uns die kommenden zwei Tage zusätzlich als Guide. Unser Guide kannte sich hier nämlich kaum bis gar nicht aus 😉

 

Kommentare

Vanessa
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Schön dass Du wieder öfter zum Schreiben kommst. Und dass Du 6nimmst in der Welt verbreitest, finde ich eine sinnvolle und ehrenhafte Zusatzaufgabe für die restliche Reise 😉 Ein Kompliment übrigens auch noch für den schicken Hut der Puffbohne. Wo hattest Du den denn her? Da darf man ja gespannt sein, was sie noch so alles auf dem Kopf trägt… Ich hoffe, wir schaffen es morgen noch mit dem Videoskype, oder gerne auch heute abend. Wie viele Stunden Zeitverschiebung in welche Richtung hast Du momentan?

Tino
Antworten

Habe hier in Bangkok einen Gang zurück geschraubt und bin nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gerannt – dafür gab es mehr Zeit zum Schreiben 😉 6nimmt habe ich gestern bei meinem Lieblingsversandhandel nachbestellt und hoffe es kommt noch vor Felix seinem Abflug an.
Den Hut hatte ich bei einem Straßenhändler gesehen und er passte einfach perfekt auf die Bohne – die Hüte sind wirklich charakteristisch für Vietnam und das musste einfach sein 😉
Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Thailand sind derzeit 5 Stunden – sollte also machbar sein …

Tino
Antworten

Danke 😉 … ist auch eine tolle Region und touristisch (noch) nicht so überlaufen.

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