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Wandertour im Gebiet um Mai Chau und dem Pu Luong Naturschutzgebiet

Tag 3 : Überraschung – Tageswanderung

Diese Nacht hatte ich echt super geschlafen. Den Gedanken an Moskitos und Kakerlaken hatte ich schnell ausgeblendet und nichts konnte mich stören. Ganz im Gegenteil zu meinem Reisepartner Bernd – er ist wohl mehrmals die Nacht wach geworden. Grund waren die Hähne, die hier bereits 30min nach Mitternacht anfangen in kurzen Abständen zu krähen. Hat mich aber alles nicht gestört – mehrere Jahre in der Mannheimer Innenstadt mit Gehupe, Alarmanlagen und betrunkenen Jugendlichen vor dem Fenster härten eben doch ab 😉

Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt, mit Sonnencreme eingeschmiert, ein Abschiedsfoto gemacht und dann ging es auch schon los. Das Mittagessen haben wir als Lunchpaket eingesteckt. Heute standen laut unserem Guide 25km Wanderung an. Das konnte ja was werden bei diesen Temperaturen.

Auf geht's - Tag 3 hat begonnen
Auf geht’s – Tag 3 hat begonnen … zu sehen (von vorne nach hinten): unser Guide, Bernd und der für Tag 3 und 4 engagiert „local“ Guide, da sich unser Guide hier leider nicht auskannte. Bitte auch mal auf die Kleidung achten !

 

Auch hier wieder das Gleiche wie am Vortag: nach wenigen Metern konnte man unserer T-Shirts schon auswringen. Der Weg war dieses Mal auch verdammt anstrengend. Es ging eigentlich die ersten 4km nur stetig bergauf. Die Landschaft durch die wir streiften entschädigte aber für alles!

Reisfelder / Reisterrassen so weit das Auge reicht
Reisfelder / Reisterrassen so weit das Auge reicht

 

Nach etwas mehr als 4km hatten wir eine Straße erreicht und ein kurzes Päuschen eingelegt. Unser Guide hatte schon zuvor so einige Probleme. Da merkte man, dass sie sonst eher die Bootstouren in der Halong Bay macht und Trekking nicht zu ihren Stärken gehörte 😉 Es war mittlerweile 10:30 Uhr und angeblich sollte es nun noch 11km auf der Straße entlang gehen bevor es die Mittagspause gibt. Mooooment, da kann doch was nicht stimmen. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 2 bis 3 km pro Stunde (ja, so langsam waren wir aufgrund von Fotostopps und Pausen bis dahin unterwegs) würde das ja 4 bis 5 Stunden noch dauern. Hmmmm, wir ließen uns mal überraschen …

Tatsächlich ging es nur noch ca. 3km auf der Straße entlang bevor wir ein Dorf erreichten. Hier kehrten wir in einem Haus ein. Die Bewohner (eine ältere und eine jüngere Frau hatte ich gesehen) waren wohl irgendwie zu schüchtern zum „Hallo“ sagen. Dafür waren die zwei Kinder umso neugieriger und beobachteten uns, was wir machten und posierten vor der Kamera.

Kinder posieren vor der Kamera
Kinder posieren vor der Kamera – sie waren umso erfreuter, wenn sie sich hinterher auf dem Display gesehen haben.

 

Mittagessen - ausgepackte Lunchpakete ... Puffbohne mittendrin
Unser Mittagessen: in den Bananenblättern war umweltfreundlich der Reis eingepackt. Dazu gab es noch etwas Fleisch, gekochte Eier und verdammt süße und leckere Mango. Die Puffbohne gab es natürlich nicht zum Essen – die war nur für das Foto kurz drauf *gg*

Unsere mitgenommenen Lunchpakete wurden von den Guides ausgepackt und angerichtet. Der Reis war umweltfreundlich in Bananenblättern eingepackt. Dazu gab es noch etwas Fleisch, gekochte Eier und verdammt süße und leckere Mango. Gegessen wurde selbstverständlich auch hier wieder auf dem Fußboden.

Nach dem Mittagessen wurde der Platz gereinigt und es war Siesta angesagt. Wir hatten knapp 90min Zeit. In der rechten Ecke des Raumes hatte sich bereits die ältere Frau hingelegt. Wir taten gleiches und haben uns auf die Matten am Boden gelegt und verhältnismäßig gut geschlafen. Ist eigentlich auch fast das einzig Vernünftige was man bei diesen Temperaturen zur Mittagszeit machen kann.

Gegen 13:30 Uhr war dann wieder Rucksack auf und los angesagt. Wie sich am Ende herausstellte, sollten es ab hier noch ca. 7km sein. Die ganze Strecke betrug nämlich nur 14km – ich habe dem Guide regelmäßig die GPS-Protokollierung gezeigt. Er war sehr erfreut und interessiert, denn wie sich herausstellte, waren die Entfernungsangaben von ihm alles Schätzung auf Grundlage einer Karte auf der auch noch stand „not scaled“ 😉

Der Weg führte uns eigentlich mehr oder weniger an der Straße entlang. Der schwierigste Teil der Tour war also bereits am Vormittag geschafft. Wir sind wieder durch einige Dörfer gewandert, haben freundlich unser „Xin Cháo“ gerufen und sind unseres Weges voran geschritten.

Weites Tal mit vielen Reisterrassen und Wäldern im Pu Luong Naturschutzgebiet
Weites Tal mit vielen Reisterrassen und Wäldern im Pu Luong Naturschutzgebiet

 

Unser Tagesziel für heute war das Kho Muong Village. Ein kleines versteckt gelegenes Dörfchen. Auch hier gab es schätzungsweise 20 Häuser, wovon 3 Übernachtungen für Touristen anboten.

Natürlich erhaltene Höhle
Natürlich erhaltene Höhle beim Kho Muong Village

Am Haus angekommen wurden wir auch hier freundlich empfangen. Es ging dann auch gleich noch mal auf eine kleine Tour rund um das Dorf. Diese führte uns an eine sehr schöne und naturbelassene Höhle.

Den Abend haben wir dann nach dem Duschen mit einem leckeren Abendessen (aber irgendwie ähnlich denen der Vorabende) mit der Familie und den Guides verbracht. Danach sind die Töchter der Familie ins Dorf verschwunden. Die zwei Guides und wir haben dann mal wieder einige Runden 6nimmt gespielt. Die waren wirklich nicht abzuhalten vom spielen 😉

 

Kommentare

Vanessa
Antworten

Schön dass Du wieder öfter zum Schreiben kommst. Und dass Du 6nimmst in der Welt verbreitest, finde ich eine sinnvolle und ehrenhafte Zusatzaufgabe für die restliche Reise 😉 Ein Kompliment übrigens auch noch für den schicken Hut der Puffbohne. Wo hattest Du den denn her? Da darf man ja gespannt sein, was sie noch so alles auf dem Kopf trägt… Ich hoffe, wir schaffen es morgen noch mit dem Videoskype, oder gerne auch heute abend. Wie viele Stunden Zeitverschiebung in welche Richtung hast Du momentan?

Tino
Antworten

Habe hier in Bangkok einen Gang zurück geschraubt und bin nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gerannt – dafür gab es mehr Zeit zum Schreiben 😉 6nimmt habe ich gestern bei meinem Lieblingsversandhandel nachbestellt und hoffe es kommt noch vor Felix seinem Abflug an.
Den Hut hatte ich bei einem Straßenhändler gesehen und er passte einfach perfekt auf die Bohne – die Hüte sind wirklich charakteristisch für Vietnam und das musste einfach sein 😉
Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Thailand sind derzeit 5 Stunden – sollte also machbar sein …

Tino
Antworten

Danke 😉 … ist auch eine tolle Region und touristisch (noch) nicht so überlaufen.

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