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Statusupdate und der Chitwan Nationalpark im Süden von Nepal

Der nächste Morgen startete 6 Uhr mit Frühstück und dann ging es ca. 1h mit einem Kanu den Fluß entlang. Wir waren zu dritt und hatten 2 Guides wovon einer sehr gut Englisch gesprochen hat und der zweite der Mann aus dem Bus vom Vortag war.

Eines der vielen Krokodile am Ufer
Eines der vielen Krokodile am Ufer

Bereits auf der Kanufahrt zeigte sich, dass wir Glück haben sollten … nämlich gleich 3 Nashörner haben wir gesehen. Eines recht weit weg von der Bootsanlegestelle, ein zweites keine 3 Meter von uns entfernt am Ufer schlafen (ich hatte unterstellt es wurde vom Touristenverband dort angekettet 😉 ) und dann ein drittes den Fluß überquerend und ebenfalls keine 3 Meter an unserem Boot vorbeilaufend (etwas komisches Gefühl war dabei schon). Neben Nashörner sehr viele Krokodile (glücklicherweise nie direkt am Boot vorbei schwimmend, sondern wenige Meter entfernt), Affen und diverse Vögel (die für uns irgendwie nicht ganz so interessant wie für die Guides waren).

Das zweite Nashorn an diesem Tag - dieses aber sehr nahe und glücklicherweise schlafend am Uferrand
Das zweite Nashorn an diesem Tag – dieses aber sehr nahe und glücklicherweise schlafend am Uferrand

Ausgestiegen aus dem Kanu wurden wir zunächst über die Gefahren der Wanderung informiert … warum eigentlich erst jetzt und nicht zu einem Zeitpunkt als wir noch hätten zurücktreten können? Die Regeln wenn wir auf diverse Tiere stoßen waren so einfach wie auch schwierig gleichzeitig

  • Affen: im Normalfall machen sie nichts … Was ist der nicht normale Fall? Was tun? … wird schon nichts passieren
  • Schlangen und Spinnen: die meisten sind nicht giftig und flüchten … Was ist mit den giftigen? … nicht drüber nachdenken
  • Nashörner: im zickzack wegrennen, Mütze (oder was anderes persönliches) wegwerfen und auf einem Baum klettern … zu diesem Zeitpunkt waren wir von viel Gras- und Sumpfland umgeben und somit stellte sich mir schon die Frage wie bitte schön im zick-zack auf diesem Weg und welcher Baum eigentlich?
  • Tiger: unbedingt Augenkontakt halten und langsam rückwärts laufen … so cool muss man dann erst mal bleiben. Ob ich in dieser Situation dran denke meine Sonnenbrille abzusetzen? Wie lange könnte ich in unbekannten Gelände rückwärts laufen? … also auch lieber hier nicht drüber nachdenken
  • Elefanten: so schnell wie möglich wegrennen … das klang machbar, allerdings weiß ich auch Afrika das so eine Elefant doch etwas schneller ist als ich und ein Hindernis für mich nicht unbedingt ein Hindernis für den Elefanten ist. Also auch in diesem Fall würde ich sagen: verloren
... wie das eben so ist mit den Selbstaufnahmen - das gewünschte Motiv wird nicht ganz so getroffen *gg*
… wie das eben so ist mit den Selbstaufnahmen – das gewünschte Motiv wird nicht ganz so getroffen *gg*

Alles in allem also nur bedingt brauchbare Tipps – jedoch weckten sie die Abenteuerlust auch wenn unser Erste-Hilfe-Reisepäckchen  sicher nur in den wenigsten Begegnugen mit diesen Tieren tatsächlich hilfreich und ausreichend sein würde. 😉

Was auf der mehrstündigen Wanderung geschehen ist, kann ich aber kurz halten: es ist absolut nichts passiert und außer 2 Affen weit oben in den Baumgipfeln haben wir auch keine Tiere gesehen. Irgendwie war das aber den Guides sicher auch schon im Vorfeld klar, denn wir sind fast nur Feldwege gelaufen und so richtig geguckt haben sie auch nur teilweise. Die 1 ständige Mittagspause haben wir dann auch für zu lang erklärt und nach mehreren heftigen Regenschauern (wir waren glücklicherweise geschützt) die Wanderung fortgesetzt. Bevor wir die Rückfahrt mit dem Jeep fortgesetzt haben, gab es noch einen kurzen und wenig aufregenden Besuch auf einer Krokodil- und Schildkrötenfarm. Hier haben wir auch ein Paar wieder getroffen, welches wir zuvor gesehen hatten und die mit Ihren Guides anstatt auf dem Pfad mitten im See gelandet sind … man kann also auch Pech haben 😉

Abzweig vom Weg ab ins Gebüsch ... vielleicht sehen wir hier ja ein paar Tiere. Leider auch nicht ....
Abzweig vom Weg ab ins Gebüsch … vielleicht sehen wir hier ja ein paar Tiere. Leider auch nicht ….

Die Fahrt mit dem Jeep war schon fast ein besonderes Erlebnis. Der Jeep war nämlich ziemlich alt und klapprig und die Straßen oder eher Wege alles andere als befestigt. Zudem haben wir noch unser viertes Nashorn und viele weitere Rehe/ Hirsche gesehen und die Fahrt führte durch kleine Dörfer was auch mal interessant war.

Fazit: wir hatten verdammt viel Glück mit dem Wetter, haben mehrere Nashörner gesehen und hatten zwei sehr nette Guides … alles in allem also ein schöner Safariausflug und sicher einer der besten Erlebnisse, die man zur Sommermonsum-Zeit hier im Chitwan Nationalpark so haben kann.

 

Elefantenausritt in Sauraha - ein eher zweifelhaftes "Vergnügen"
Elefantenausritt in Sauraha – ein eher zweifelhaftes „Vergnügen“

Voller Erwartungen hieß es dann heute erneut recht früh aufstehen, denn 6:00 Uhr war der Zeitpunkt für die Elefantentour durch den Wald … 9 Uhr sollte es dann vom Hotel ab zum Busbahnhof gehen. Mit der Rikscha wurden wir in ca. 15 Minuten zu einem Platz gefahren, den man gut als „Elefanten-Bahnhof“ bezeichnen konnte. Zumindest machte dies den Anschein – was jedoch fehlte waren Elefanten. Warum wir schon 6:20 Uhr dort waren, wenn es erst 7:00 Uhr los ging verstanden wir mal wieder nicht … beantworten konnte uns dies aber aufgrund fehlender Sprachkenntnisse aber auch keiner. Nun gut, die Elefanten kamen nach und nach und wir haben unseren bestiegen. Auch hierzu kann ich nicht viel mehr schreiben, außer meiner Wahrnehmung dass es todlangweilig war. Völlig übermüdet saßen wir recht eng und unbequem auf dem armen Tier und sind durch den Wald getrabt. Mit dem „Reiter“ konnten wir uns erneut wegen Sprachproblemen nicht unterhalten und es war auch außer einem Wildschwein und Rehen nichts zu sehen. Wenigstens hatten wir Glück mit dem Wetter denn noch wenige Minuten bevor wir abgeholt wurden hatte es stark geregnet.

Nach dem Ausritt ging es sehr schnell zurück zum Hotel und innerhalb von 15 Minuten umziehen, Rucksack fertig packen und ab ins Taxi was auf uns wartete. Wir hatten der Einfachheit halber nämlich bei der gleichen Gruppe unser Touristenbus nach Kathmandu inkl. Taxi zum Busbahnhof gebucht. Das hat auch alles super geklappt und außer dem Gefühl auf eine „Masche“ reingefallen zu sein, gab es an der Organisation und an den Guides nichts auszusetzen.

Touristenbus von Sauraha nach Kathmandu - ein eigentlich "normaler" Reisebus (ohne Klimanlage)
Touristenbus von Sauraha nach Kathmandu – ein eigentlich „normaler“ Reisebus (ohne Klimanlage)

Danach ging es nun in einer fast 8 stündigen und sehr holprigen Fahrt im Touristenbus nach Kathmandu. Der Bus war immerhin nicht überfüllt, hatte aber auch keine Klimaanlage und wir saßen in der letzten Reihe. Dank Übermüdung habe ich mehr geschlafen und somit war die Chance das es mir mal wieder schlecht im Bus wird sehr gering. In Kathmandu angekommen hieß es dann mit einem völlig überfüllten Bus (VW Bus mit ca. 20 Leuten drin; Sorry an dieser Stelle auch noch mal an die Frau, die unsere Hinterteile im Gesicht hatte) zu einem anderen Busbahnhof und hier erneutes rumfragen welcher der vielen Busse nach Patan fuhr. Den fanden wir dann auch und konnten gemütlich (er war neu und nicht überfüllt) fahren und hatten sogar auf dem Weg zum Hotel auch noch eine nette Begleitung, die tatsächlich uns nur helfen wollte und nicht auf Trinkgeld aus war. Wirklich nett !

 

Nun heißt es für mich nach Flügen gucken und dann buchen. Das Vorhaben Tibet und von Lhasa aus nach Peking / Beijing fahren habe ich gestrichen. Nach mehreren Kontaktaufnahmen zu diversen Agenturen und Anzeigen in Reiseforen ist keine Gruppe aufzufinden die das gleiche Vorhaben hat. Somit ist nur eine Privattour möglich und das sind 7 Tage mit einem Guide am Bein (ohne ist nicht erlaubt) und nur 2 Tage Lhasa für knapp 1.800 EUR einfach zu viel. Das werde ich einfach in den nächsten Jahren mal nachholen. Nun geht es nach Singapur, dann Hong Kong und dann Japan. So ganz grob der Plan, wenn man das so nennen kann 😉

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