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Trockene Halong-Bucht und kaputtes iPhone

Nach der Buchung haben wir einen Roller ausgeliehen. Nachdem meine erste Rollerfahrt direkt an einer Mauer gelandet ist, sind wir bei einem geblieben und ich bin hinten mitgefahren – das war sicherer für alle Verkehrsteilnehmer 😉 Vom Hotel hatten wir einen sehr groben Plan der Gegend erhalten und mit dem sind wir los gefahren. Zunächst führte unsere Tour nach Tam Doc. Hier ist direkt in der Ortsmitte die Anlegestelle für hunderte von Booten. Diese kann man für ca. 30.000 Dong pro Person mieten und sich den Fluss entlang fahren lassen. Wir sind jedoch beim Moped geblieben. In Tam Doc ging rechts vom Fluss / Bootsanleger eine kleine Straße zum Thai Vi Tempel und rechts davon ein kleiner Weg zum Fluss. Thai Vi ist eine recht kleine und nicht sonderlich beeindruckende Tempelanlage. Schön ist aber die Gegend an sich – eingebettet in grüne Reisfelder und die Felsen im Hintergrund. Entgegen unseren bisherigen Erfahrungen im Süden wurde man auch nicht bedrängt etwas zu kaufen und musste auch kein Eintritt bezahlen.

Tempel Thai Vi
Tempel Thai Vi

Von Thai Vi ging es zurück nach Tam Coc und dann rechts abbiegend Richtung Bich Dong. Das ist mal wieder eine Tempelanlage – jedoch ist diese in den Berg bzw. Höhle hinein gebaut. Hier war es schon etwas touristischer. Für das Abstellen des Rollers musste man bezahlen (gefordert waren 10.000 Dong – runtergehandelt haben wir auf 5.000 Dong … normal üblich sind eigentlich 1.000 bis 2.000 Dong) und am Wegesrand standen überall Verkäuferinnen, die mit unterschiedlichem Ehrgeiz und Aufdringlichkeit versuchten Ihre Waren zu präsentieren. Immerhin besser als betteln – aber warum war kaufen, was man nicht gebrauchen kann? Wirklich schwierig … Wie meist sind wir also ohne etwas zu kaufen unbeirrt bergauf zum Tempel geschritten. Hinter einem Tempelgebäude ging es links vorbei in die Höhle. Hier war jedoch wie eine Art Zeremonie. Mehr als 4 Stufen habe ich mich nicht hinauf getraut – Bernd wollte jedoch unbedingt (er will irgendwie immer alles sehen und nichts verpassen). Der Kompromiss war zunächst einen Weg in das verborgene Tal zu suchen und es dann noch mal zu probieren. Den Weg haben wir jedoch nicht gefunden. Er steht war im Reiseführer, aber da führte irgendwie kein Weg (mehr) hin. Zurück in der Höhle war die Zeremonie noch nicht beendet – da jedoch auch zwei Einheimische Touristen den Weg nach oben wagten sind wir direkt hinterher. In der Höhle und dahinter waren noch 3-4 Stellen zur Verehrung … nicht wirklich spektakulär.

Tropfsteinhöhle in der Nähe der Bich Dong Tempelanlage
Tropfsteinhöhle in der Nähe der Bich Dong Tempelanlage

Weil es auf unserem Plan war, sind wir dann noch um den Bich Dong Berg herum. Vom Parkplatz kommend ist schon nach 50m ein Abzweig nach rechts. Nach wenigen Metern kommt dann ein Abzweig nach links. Hier ist (wie alle Wege hier in der Region zu den Tempeln) die Straße mit Fahnen geschmückt. Der Weg endete in einem eher unscheinbar wirkenden Gebäudekomplex. Wir wollten schon wieder zurück fahren, als eine ältere Frau auf uns zu kam und zu verstehen gab, sie möchte uns was zeigen. Also gut, warum nicht. Sie holte schnell einen Schlüssel (???) und zeigte auf einen Treppenaufstieg am Berg. Oben angekommen öffnete sie eine Stahltür die scheinbar einen Höhleneingang verschloss. Dann wollte sie von uns 20.000 Dong pro Person haben – wir wussten nicht mal was uns erwartete, aber zahlten. Klar war uns aber auch, wenn sie nun die Tür hinter uns wieder verschloss, wir nie ein Mensch und jemals hier wieder finden … Wir waren aber schwer beeindruckt von der Tropfsteinhöhle. Sie war recht groß und das Beste daran: es war mal kein Touristenmagnet und völlig überlaufen.

Beim Gebet
Beim Gebet ... während wir die Höhle erkundeten betete diese Frau (für uns?)

Kommentare

Tino
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Display vom iPhone konnte ich für umgerechnet 50 EUR in Hanoi innerhalb von 1 Stunde ersetzen lassen … wie fast alles hier für Touristen sicher überteuert, aber mir war geholfen und der Preis ok – und das ist das Wichtigste ! 😉

Marion B.
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Das freut mich! Hat ja wirklich übel ausgesehen Dein Handy.
Die Fotos und Dein Reisebericht sind wie immer so spannend und schön zu lesen, dass ich jedes Mal total traurig bin, wenn ich alles durch habe.
🙂 Verbringe mittlerweile meine Mittagspausen fast immer mit Tino-Reiseberichten und Fotos und hab ne Menge Spaß 🙂
Danke dafür! 🙂
Freu mich schon auf neue Zeilen und neue Bilder.

Tino
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Dann passt das ja mit dieser Mittagspause super – habe einen (auch wenn eher mit weniger beeindruckenden Fotos versehenen) Reisebericht über die Halong-Bucht veröffentlicht: http://www.tinontour.com/weltnaturerbe-halong-bucht … vielleicht schaffe ich morgen ja noch einen – Material genug dazu ist ja da 😉

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